Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

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G 20

Ohne Maß

03.07.2017

Es war zu befürchten: Bei den massiven Polizeieinsätzen zum G 20-Gipfel in Hamburg gab es die ersten Übergriffe auf Journalisten - nicht von Demonstranten, sondern von Einsatzkräften.

"Mir wurde Presseausweis weg- & in Bauch geschlagen, Pfefferspray ins Gesicht." So lautet der Tweet eines Journalisten, der Opfer des Polizeieinsatzes am Protestcamp in Entenwerder wurde. Dass er sich als Journalist ausweisen konnte, schien den Polizisten egal zu sein. Unter dem Twitter-Hashtag #Entenwerder ist von weiteren Übergriffen auf Journalisten zu lesen.

 

Generell scheint bei dem ersten gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte im Rahmen des G 20-Gipfels zu gelten: Wenn Journalisten im Weg stehen, werden sie weggeräumt. Haben die Beamten noch nichts von Pressefreiheit gehört? Kennen sie nicht den Auftrag der Journalisten zur Berichterstattung? Ist ihnen womöglich noch nicht einmal der Presseausweis bekannt, den nur Profis bekommen? Das sollten die Einsatzleiter schnellstens nachholen. Wie der Presseausweis aussieht, können sie hier lesen.

 

Ach ja, und eine Entschuldigung bei dem angegriffenen Kollegen ist wohl auch angebracht, oder?

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner

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