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Ausgeblendet - Frauen im deutschen Film und Fernsehen.

Ausgeblendet - Frauen im deutschen Film und Fernsehen, ISBN 978-3-86962-428-0

Art.-Nr.: 332

Elizabeth Prommer / Christine Linke, 2019,184 S., 40 Abb., Broschur, 213 x 142 mm, dt., ISBN 978-3-86962-428-0
Mit einem Vorwort von Maria Furtwängler. Unter Mitarbeit von Sophie Rieger
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      Beschreibung

      Frauen im deutschen Film und Fernsehen. Mit einem Vorwort von Maria Furtwängler
      edition medienpraxis, Band 17

      Frauen sind im deutschen Film und Fernsehen unterrepräsentiert. Auf eine Frau kommen ab einem Alter von 30 Jahren etwa zwei Männer. Die Rollenklischees – hübsche junge Frau, starker, kluger Mann – scheinen zementiert. Frauen sind dabei nicht nur seltener sichtbar, sie sind auch kürzer zu sehen und haben deutlich weniger Wortanteile.

      Dies sind die Ergebnisse einer von der Schauspielerin Maria Furtwängler initiierten und von der Universität Rostock durchgeführten Studie zum Thema „Audiovisuelle Diversität“. Es sind seit Jahrzehnten die ersten belastbaren und repräsentativen Zahlen, um die Schieflage in der Präsenz und der Rolle von Frauen in den Medien zu zeigen. Dazu wurden 2016 insgesamt 3.500 Stunden Fernsehen und 800 deutsche Kinofilme ausgewertet.

      Auffällig ist die abnehmende Präsenz von Frauen im Alter: Bis zum Alter von etwa 30 Jahren spielen gleich viel Männer wie Frauen Rollen im Kino oder Fernsehen, ab Mitte 30 kommen auf eine Frau zwei Männer, ab 50 Jahren kommen auf eine Frau drei Männer. Dabei ist es egal, ob es sich um Eigenproduktionen oder ausländische Produktionen handelt. Noch größer ist der Unterschied bei Unterhaltungssendungen wie Quizshows: Dort kommen auf eine Frau über 50 Jahre acht Männer.

      Männer erklären uns die Welt: Sie sind die Experten, die Journalisten, Sprecher und die Gameshow-Hosts. Die Ungleichheit im Kinderfernsehen ist noch extremer: Hier kommen auf eine Mädchenfigur gleich drei Jungen und gezeichnete Tiere und Fantasiefiguren sind überwiegend männlich. Drei Viertel der weiblichen Körper in Zeichentrickserien haben eine so schmale Taille, dass Rippen und Organe gar keinen Platz finden würden. Aber nur 25 Prozent der männlichen Körper sind zu schmal gezeichnet. Um diese Diskrepanzen festzustellen, wurde das Verhältnis von Taille zu Hüfte der Figuren gemessen.

      Bei der Präsenz von Frauen in audiovisuellen Medien spielt es eine große Rolle, wer hinter der Kamera arbeitet: Je mehr Frauen dort wichtige Funktionen übernehmen, desto mehr Frauen sehen wir auch auf dem Bildschirm oder im Kino. Diese und viele weitere Ergebnisse der Studie, werden in dem Buch ausführlich dargestellt.
      AUTOREN / HERAUSGEBER
      Elizabeth Prommer

      Elizabeth Prommer, Prof. Dr., lehrt Kommunikations- und Medienwissenschaft und ist Direktorin des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock sowie Prodekanin der Interdisziplinären Fakultät. Ihre Arbeits-, Publikations-, und Forschungsschwerpunkte liegen aus kommunikations- und medienwissenschaftlicher Perspektive im Zusammen­spiel von Medien, Medienrezeption und Gesellschaft. Dabei interessiert sie sich inbesondere für die audio­visuellen Medien (Kino, Fernsehen, nonlineare/interaktive und alle modernen Formen der „Bewegtbild-Medien“). Studium in Los Angeles, München und Leipzig. Vor der Berufung nach Rostock war sie Professorin an der Universität Wien und viele ...

      Christine Linke

      Christine Linke, Dr., ist seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienforschung der Universität Rostock. Studium der Angewandten Medienwissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau. 2010 Promotion an der Universität Erfurt mit der Arbeit „Medien im Alltag von Paaren. Eine Studie zur Mediatisierung der Kommunikation in Paarbeziehungen“. Im Anschluss wissenschaftliche Tätigkeit an der Freien Universität Berlin und Gastprofessorin für Kommunikationssoziologie an der Universität der Künste Berlin. Ihre Forschung beschäftigt sich mit der Rolle der audiovisuellen und digitalen Medien in Beziehungen, Alltag ...
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