Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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Nirgends scheint der Mond so hell wie über Berlin ISBN 978-3-86962-600-0

Art.-Nr.: 2051

KURT REUMANN / THOMAS PETERSEN (HRSG.)

Antisemitismus und die Schwächen unserer Gesprächskultur

2021, 252 S., Broschur m. Klappe, 213x142 mm, dt.

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      Beschreibung

      In den vergangenen Jahren haben der Anschlag auf die Synagoge in Halle an der Saale und andere antisemitische Vorfälle die deutsche Öffentlichkeit aufgeschreckt. Es häufen sich die Nachrichten, wonach sich Juden in Deutschland wieder unsicher fühlen und erneut mit dem Gedanken spielen, das Land zu verlassen. Doch nimmt der Antisemitismus in Deutschland und Europa tatsächlich zu? Und wie kann die nichtjüdische Mehrheit einer solchen Entwicklung begegnen?

      Mit diesen Fragen befassen sich die Beiträge in diesem Band. Die Autoren sind renommierte Geistes- und Sozialwissenschaftler sowie erfahrende Journalisten, die meisten seit vielen Jahren bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig. Sie erläutern das Problem aus verschiedenen Perspektiven: der von Historikern, Sozialwissenschaftlern, Journalisten und der vom Antisemitismus Betroffenen und ihrer Angehörigen. In dem Band wird das Thema Antisemitismus gleichermaßen mit Einfühlungsvermögen wie mit sachlicher Distanz behandelt. Es wird weder dramatisiert noch beschönigt. Im Mittelpunkt steht nicht die Anklage, sondern die Frage nach den Defiziten in der Kommunikationskultur, die einer Verständigung verschiedener Bevölkerungsgruppen im Wege stehen, und damit den Antisemitismus wie auch andere religiöse und rassistische Vorurteile befördern. Dabei werden Vorschläge entwickelt, wie sich diese Defizite überwinden lassen.

      »Das wird geboten: Hilfreiche, doch nicht zu lange historisch-politisch-kulturelle, nicht nur nationaldeutsch begrenzte Analysen sowie Schilderungen persönlicher Betroffenheiten. Eine vortreffliche Übersicht, um sich an den gegenwärtigen Debatten über Antisemitismus beteiligen zu können.« (Michael Wolffsohn, Historiker und Publizist)

      STIMMEN ZUM BUCH

      “‘Nirgends scheint der Mond so hell wie über Berlin’, ist das Bändchen betitelt. Dies stehe für die Sehnsucht und das Heimweh vieler Juden in aller Welt nach Berlin, schreibt Reumann. So viel Poesie macht neugierig – und ist auch deshalb stark, weil der Titel sehr krass zu den neuen und alten Realitäten des Antisemitismus kontrastiert, die in dem Buch selbst aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ausgeleuchtet und ausgebreitet werden – Exkurse zum Antisemitismus in Frankreich, im Islam und in der britischen Labour Party eingeschlossen.”

      AUTOREN / HERAUSGEBER

      Kurt Reumann, Dr., geboren 1934 in Wesselburen, Schleswig-Holstein, war 1970 - 2000 Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Studium der Publizistik, Germanistik und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Promotion bei Emil Dovifat 1964. Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Elisabeth Noelle-Neumann am Institut für Demoskopie in Allensbach und am Institut für Publizistik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 1970 Wechsel zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im Politikressort zuständig für Bildungspolitik, Umfrageforschung und Wahlanalysen. Von 1988 an auch verantwortlich für die Schülerwerkstatt „Jugend Schreibt/Zeitung in der Schule“. Mitglied ...

      Thomas Petersen, PD Dr., geboren 1968 in Hamburg. Studierte 1987 bis 1992 an der Universität Mainz Publizistik, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte. 1993 Magister. 2001 Promotion. 2010 Habilitation. 1990 bis 1992 Journalist beim Südwestfunk in Mainz. Seit 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demoskopie Allensbach, seit 1999 Projektleiter. Darüber hinaus ist er seit 2010 Privatdozent für Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Dresden. Forschungsschwerpunkte: Methoden der Demoskopie, Feldexperimente, Visuelle Kommunikation, Politische Kommunikation, Wahlforschung, Markt- und Sozialforschung, Theorie der öffentlichen Meinung. ...

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