Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
Service-Bereich

Gesetzliche / private Krankenversicherung

Lohnt der Wechsel in eine private Krankenversicherung? Worauf ist beim Wechsel zu achten? Oder sollte der gesetzliche Schutz mit Zusatzversicherungen aufgestockt werden?

Darauf gibt es leider keine einfachen Antworten! Letzlich handelt es sich in diesem Bereich oftmals um eine Lebensentscheidung und von denen trifft man in der Regel im Leben nur wenige.

Für freie  JournalistInnen gilt: Sie sollten Mitglied der Künstlersozialkasse werden und sind dann in der Regel besser in einer gesetzlichen Kankenversicherung aufgehoben.

Für Wechselwillige gilt: Eine umfassende Information vor Vertragsabschluss tut Not. Beitrags- und Leistungsvergleiche lassen sich mit Hilfe unserer hochspezialisierten Expertensoftware relativ schnell und umfassend erstellen. Von reinen Beitragsvergleichen bzw. Lockvogelangeboten sollte man sich allerdings erst gar nicht blenden lassen. Mit reinen Beitrags- und Leistungsvergleichen ist es daher bei weitem nicht getan. Auch die Unternehmensdaten, die Tarifstruktur und die Beitragsentwicklung spielen eine weitere gewichtige Rolle bei der Auswahl eines privaten Versicherungsunternehmens. Ja, und dann wäre da noch die Annahmepolitik.

Die privaten Anbieter prüfen bei Vertragsabschluss den Gesundheitszustand! Auch noch so unwichtig erscheinende Vorerkrankungen sind anzeigepflichtig. Ihre Angaben werden dabei vom Versicherer gespeichert. Lehnt Sie nun eine Gesellschaft wegen Vorerkrankungen oder will den Antrag nur zu erschwerten Bedingungen annhemen, können andere Unternehmen davon erfahren, weil in den Anträge oftmals danach gefragt wird. Sie haben auch diese Frage wahrheitsgemäß zu beantworten haben. Es nützt auch nichts, bei den Angaben zu "trixen". Bei unvollständigen Auskünften, fängt eine finanzielle Zeitbombe an zu ticken. Tritt der Versicherungsfall ein, versuchen Versicherer dann häufig unter Hinweis auf die Verletzung der so genannten vorvertraglichen Anzeigepflicht die Zahlung zu verweigern und den Vertrag zu kündigen.

Unsere Lösung: Risikovoranfrage!

Allerdings: Noch ist aus unserer Sicht nicht entschieden, wie es mit unserem Krankenversicherungssystem dauerhaft weitergehen wird. Kommt die Bürgerversicherung oder die Kopfpauschale? Oder bleibt es nach der nächsten Bundestagswahl so wie es ist? Darauf können wir leider keine Antwort geben. Eigentlich bräuchte man allerdings eine Antwort auf diese Frage, um beispielsweise zu beurteilen, ob ein Wechsel von einer gesetzlichen in eine private Krankenversicherung Sinn macht. Alleine aus diesem Grund sollten Wechselwillige ausgesprochen vorsichtig agieren. Besser so scheint es aus unserer Sicht zu sein, man wartet mit dem Wechsel ab, bis die Zukunft der privaten Krankenversicherung deutlicher vorherzusehen ist. Wann auch immer das sein mag.

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Rechengrößen 2017

Allgemeiner Beitragssatz in der GKV
14,6%, Arbeitnehmeranteil davon 7,3 % zuzüglich Sonderbeitrag der jeweiligen Krankenkasse (Vergleich Sonderbeiträge, durchschnittlich 1,1%)

Ermäßigter Beitragssatz in der GKV
14,0% zzgl. Sonderbeitrag der Krankenkassen

Beitragssatz in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung
2,55 % für Personen ohne Kinder und älter 23 Jahre / 2,80 % mit Kindern

Beitragsbemessungsgrenze GKV
52.200 € pro Jahr / 4.350 € monatlich

Pflichtversicherungsgrenze GKV
57.600 € pro Jahr / 4.800 € monatlich

Geringfügigkeitsgrenze
450 €

Maximaler durchschnittlicher GKV-Beitrag monatlich bei Sonderbeitrag 1,1%
682,95 € zzgl. Pflegepflichtversicherung (110,93 € mit Kindern / 121,80 € ohne Kinder)

Maximaler Arbeitgeber / KSK-Zuschuss monatlich
317,55 € zzgl. Pflegepflichtversicherung 55,46 € (Beitragszuschlag bei Kinderlosen, tragen Versicherte alleine)

Beitrag GKV-Anwartschaftsversicherung monatlich
43,66 € zzgl. Pflegepflichtversicherung (6,66 € mit Kindern / 7,37 € ohne Kinder)

Studentischer Krankenversicherungsbeitrag monatlich
Beitragssatz 2016 10,22 % (=Siebenzehntel vom Allgemeinen Beitragssatz) zzgl. individueller Zusatzbeitragssatz der jeweiligen Krankenkasse. Bemessungsgrundlage ist der BAföG-Bedarfssatz für nicht bei den Eltern wohnende Studierenden (seit Wintersemester 2016: 649 €).

Der Beitrag der Studenten beträgt

  • 61,09 € (seit Wintersemester 2016: 66,33 €)
  • zzgl. dem Sonderbeitragsatz der jeweiligen Krankenkasse
  • zzgl. Pflegepflichtversicherung (seit Wintersemester 2016 15,25 Euro bzw. 16,87 Euro)

 

 

 

 

Rechengrößen 2017

Allgemeiner Beitragssatz in der GKV
14,6%, Arbeitnehmeranteil davon 7,3 % zuzüglich Sonderbeitrag der jeweiligen Krankenkasse (Vergleich Sonderbeiträge, durchschnittlich 1,1%)

Ermäßigter Beitragssatz in der GKV
14,0% zzgl. Sonderbeitrag der Krankenkassen

Beitragssatz in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung
2,55 % für Personen ohne Kinder und älter 23 Jahre / 2,80 % mit Kindern

Beitragsbemessungsgrenze GKV
52.200 € pro Jahr / 4.350 € monatlich

Pflichtversicherungsgrenze GKV
57.600 € pro Jahr / 4.800 € monatlich

Geringfügigkeitsgrenze
450 €

Maximaler durchschnittlicher GKV-Beitrag monatlich bei Sonderbeitrag 1,1%
682,95 € zzgl. Pflegepflichtversicherung (110,93 € mit Kindern / 121,80 € ohne Kinder)

Maximaler Arbeitgeber / KSK-Zuschuss monatlich
317,55 € zzgl. Pflegepflichtversicherung 55,46 € (Beitragszuschlag bei Kinderlosen, tragen Versicherte alleine)

Beitrag GKV-Anwartschaftsversicherung monatlich
43,66 € zzgl. Pflegepflichtversicherung (6,66 € mit Kindern / 7,37 € ohne Kinder)

Studentischer Krankenversicherungsbeitrag monatlich
Beitragssatz 2016 10,22 % (=Siebenzehntel vom Allgemeinen Beitragssatz) zzgl. individueller Zusatzbeitragssatz der jeweiligen Krankenkasse. Bemessungsgrundlage ist der BAföG-Bedarfssatz für nicht bei den Eltern wohnende Studierenden (seit Wintersemester 2016: 649 €).

Der Beitrag der Studenten beträgt

  • 61,09 € (seit Wintersemester 2016: 66,33 €)
  • zzgl. dem Sonderbeitragsatz der jeweiligen Krankenkasse
  • zzgl. Pflegepflichtversicherung (seit Wintersemester 2016 15,25 Euro bzw. 16,87 Euro)