Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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10. April 2019
Überwachung

Journalisten im Visier

An der Grenze zwischen Mexiko und den USA werden immer öfter Journalisten schikaniert, die kritisch berichten wollen. Dagegen setzen sich Bürgerrechtler zur Wehr.

Donald Trump: Propaganda für Grenzzaun. Foto: The White House

Illegale Grenzübertritte, Grenzzaun, Einwanderungsdruck - an Begriffen besteht kein Mangel, die mit der Grenze zwischen den USA und Mexiko inzwischen verbunden sind. Bei der donnernden Propaganda von US-Präsident Donald Trump für einen unüberwindbaren Grenzzaun kann es nicht ausbleiben, dass Journalisten in die Region fahren, um vor Ort zu recherchieren, sich selbst ein Bild zu machen, zu berichten. US-Behörden registrieren dabei offenbar jeden Schritt, den die Kollegen tun. Das zumindest geht aus Unterlagen hervor, die ein Whistleblower aus dem US-Heimatschutzministerium an Medien gegeben hat.

 

Über 50 Personen, die meisten davon Journalisten und einige Anwälte von Einwanderern, werden offenbar genau ins Visier genommen. Damit nicht genug: Auch die mexikanischen Behörden scheinen mit ihren US-Kollegen Hand in Hand zu arbeiten. Wie weit die Überwachung geht, ist noch nicht abschließend aufgeklärt. Aber Bürgerrechtler haben jetzt eine Unterschriftenliste gestartet, mit der der Kongress in Washington aufgefordert werden soll, die dubiosen Praktiken zu unterbinden. Den Aktivisten geht es um nichts Geringeres als den Schutz der Pressefreiheit.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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