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14. Februar 2020
DuMont

Ruhe im Universum

Nach Monaten der Verunsicherung kehrt Ruhe ins ehemalige DuMont-Universum ein. Der einstige Großverlag hat sich auf Regionalniveau geschrumpft, seine Zeitungen fanden neue Eigentümer.

Es war eine nicht enden wollende Phase der Gerüchte, Ängste und Zukunftssorgen für die Beschäftigten der DuMont-Titel. Klar war nur, dass der Konzern keiner mehr sein wollte. Mal war von einem Verkauf aller Zeitungen an einen anderen Großverlag die Rede, mal von Einzelverkäufen, schließlich sogar vom Einstellen einzelner Titel. Keine guten Vorzeichen für Journalisten, die den Kopf frei haben müssen, um gute und kreative Geschichten zu recherchieren und zu schreiben.

 

Doch es kam anders als befürchtet: Der Berliner Verlag wurde an ein Unternehmerehepaar verkauft, das vom Spaß an dem Produkt Zeitung sprach. Die Mitteldeutsche Zeitung ging an die Bauer Media Group, die in Sachsen-Anhalt schon mit der Volksstimme eine Zeitung herausgibt. Schließlich fand sich für die Hamburger Morgenpost auch ein Interessent, der fast schon euphorisch davon redet, den renommierten Titel weiter zu führen. Und im Kölner Heimatmarkt von DuMont können die Journalisten des Kölner Stadt-Anzeigers ebenfalls aufatmen, denn hier soll alles so bleiben wie gehabt.

 

Wenn die neuen Eigentümer der ehemaligen DuMont-Zeitungen ihren Elan und ihre guten Vorsätze behalten, könnte für die Kollegen eine Zukunft anbrechen, an die viele von ihnen zeitweise nicht mehr geglaubt haben: endlich wieder Zeitung machen! Was nicht das Schlechteste wäre.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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