Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

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Willkommen, liebe Kollegen!

10.09.2021

72 Personen sind in Sicherheit. 10 Journalisten und ihre Familienangehörigen. Sie haben für die Deutsche Welle aus Afghanistan berichtet und werden bald in Deutschland eintreffen. Jetzt schon herzlich willkommen!

Rettungsflug: zu wenige Menschen evakuiert. Foto: Bundeswehr

Eine wunderbare Nachricht, die die Deutsche Welle heute per Pressemitteilung verbreitete: "Neun Korrespondenten und die einzige Korrespondentin der DW in Afghanistan konnten heute mit ihren Familien nach Pakistan ausreisen. Insgesamt konnten so 72 Menschen aus Afghanistan evakuiert werden." 72 Menschen, die dem Taliban-Regime entkommen konnten. Zuerst hatten sie tagelang vor dem Nordtor des Kabuler Flughafens ausgeharrt - vergebens. Dann gelang die Ausreise nach Pakistan über den Landweg. Bald kommen die Geflüchteten nach Deutschland.

Für sie geht damit eine Odyssee zu Ende, eine erfolgreiche Flucht vor dem Tod, an der nach Informationen der Welle das Auswärtige Amt entscheidenden Anteil hatte. Das ist gut und lobenswert. Aber das ist nicht genug. Denn immer noch vergeht kein Tag ohne Hilferufe aus Afghanistan, abgeschickt von Journalistinnen und Journalisten, die sich versteckt halten, jederzeit mit ihrer Entdeckung durch die Taliban rechnen. Für sie müssen sich Minister und Diplomaten weiter einsetzen. Das Taliban-Regime macht gerade deutlich, dass es keinen Spaß mit kritischen Journalisten versteht.

Ein Kommentar von Hendrik Zörner

 

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