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21. September 2015
DJV-Tagung "Besser Online" macht Mut

Aufbruchsstimmung und neue Ideen

Die elfte DJV-Tagung „Besser Online“ bot wie immer eine Vielzahl an sehr unterschiedlichen Themen zum aktuellen Stand des Journalismus.

blendle-Günder Marten Blankesteijn Foto: Florian Bueh

Weiterbildungsthemen wie Datenjournalismus, multimediales Storytelling und spurenloses Recherchieren standen ebenso auf der Agenda wie  „Selbstorganisation“ und E-Book-Publishing für Freie. Medienethische und medienpolitische Themen gab es natürlich auch. Dabei sind besonders die medienpolitischen Themen auf den ersten Blick ein wenig sperrig: Urheberrecht oder die anstehende EU-Regelung zu Geschäftsgeheimnissen klingen erst einmal wenig sexy. Was dahinter steckt und was sie für uns Journalisten bedeuten, machten die hochkarätigen Referenten bei den entsprechenden Panels deutlich.

Die rund 250 Besucher der Tagung hatten trotz der vielfältig angebotenen Workshops, Foren und Referate Zeit zum Netzwerken und Austausch. Die Stimmung war gut - von einer Krise im Journalismus nichts zu spüren. Vielmehr wurde eine Aufbruchsstimmung spürbar, die scheinbar fast überall herrscht und die im Abschlusspanel zum Thema „Bezahlmodelle auf dem Prüfstand“ noch mal besonders deutlich wurde. Vier unterschiedliche Modelle wurden vorgestellt und von allen Beteiligten gab es nur Positives – wenn auch nicht Euphorisches – zu hören. Auf die abschließende Frage was wir alle in 10 Jahren wohl rückblickend auf das Jahr 2015 sagen werden, waren alle vier Diskutanten positiv gestimmt. Marten Blankensteijn von Blendle erklärte es so: Seine Generation habe viele Jahre nicht eingesehen, für Musik zu zahlen - schließlich konnte man sie an vielen Ecken kostenlos herunterladen. Jetzt würden die gleichen Leute sagen: Natürlich zahle ich für Musik - über Streaming Dienste wie Spotify oder Napster oder durch das Downloaden bei Itunes und Co. So, hofft Blankensteijn, wird es auch in zehn Jahren sein: Dann wird es im Gegensatz zu heute ganz selbstverständlich sein, für Journalismus zu zahlen. In welcher Form wir dann journalistische Inhalte nutzen und wie wir sie bezahlen, sei dabei noch nicht abzusehen - aber neue Ideen kämen gerade fast täglich auf den Tisch. Hoffen wir, dass er Recht hat!

Ella Wassink


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