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26. März 2020
Fernsehjournalismus

Vorsichtsmaßnahmen getroffen

Wie arbeiten eigentlich die Redaktionen der Fernsehnachrichten in Corona-Zeiten? Höchst unterschiedlich, fand der Tagesspiegel heraus. Aber allen Sendern gemeinsam ist, dass sie keine Ausfälle riskieren wollen.

Fernsehstudio: Nicht alles geht vom Home Office aus. Foto: Lutz Kampert

Eigentlich ein naheliegender Gedanke, darüber zu informieren, wie in Krisenzeiten Fernsehnachrichten entstehen und an die Zuschauer gebracht werden. Wer darüber etwas erfahren will, findet in der heutigen Ausgabe des Tagesspiegel ein gut recherchiertes Stück darüber: "Nachrichten aus der Isolation", haben die Medienredakteure Kurt Sagatz und Markus Ehrenberg ihren Beitrag überschrieben. Echte Isolation erleben derzeit die Nachrichtenjournalisten des Österreichischen Rundfunks, die jetzt in separaten Räumlichkeiten arbeiten, essen, schlafen. Der Sender will so vermeiden, dass sie sich anstecken und Corona den Nachrichtenfluss zum Versiegen bringt.

 

So weit geht kein deutscher Sender, aber auch hierzulande sind die Vorsichtsmaßnahmen groß. Viele Journalisten arbeiten im Home Office, vor allem für die Digitalseiten der Sender und ihre Social Media-Aktivitäten ist das problemlos möglich. Da wo im Sender Fernsehen produziert werden muss, hat sich von den Dienstplänen bis zur Kantinennutzung eine Menge verändert. Denn dass die Hauptnachrichtensendung ausfallen könnte, weil Moderatorinnen und Redakteure krank sind, ist für die Sender eine Horrorvorstellung. Für die Zuschauer, die in diesen Tagen in Scharen zu den Informationsformaten strömen, vermutlich auch.

 

Dass die beiden Kollegen vom Tagesspiegel über dieses Thema ausführlich berichten, ist gut und wichtig. Die Kommunikationsstellen der Sender sollten das in eigener Sache noch viel offensiver tun.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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