Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

News für Freie

Corona-Krise

Neues Hilfspaket für Unternehmen erreicht viele Freie nicht

30.06.2020

Die Überbrückungshilfen für Unternehmen in den Monaten Juni bis August erreichen viele Freie nicht. Das liegt an den Vorgaben der Bundesregierung, die in einem Eckpunktepapier zu finden sind. Danach dürfen die Gelder weder für den Unternehmerlohn noch für Neuinvestitionen ausgegeben werden. Lediglich "Fixkosten" dürfen daraus bezahlt werden, womit beispielsweise laufende Kosten für Büros außerhalb der eigenen Wohung gemeint sind oder weiter laufende Kosten für bereits erworbenes Anlagevermögen. Die Kosten für eine Recherchereise im Ausland oder der notwendige Kauf eines Autos zählen offensichtlich nicht dazu.

In den vorausgegangenen Programmen waren diese Fragen offen geblieben. Einige Bundesländer hatten diese Frage dahingehend geregelt, dass sämtliche Betriebsausgaben anerkannt wurden. Der DJV hatte die Unklarheit zuletzt gegenüber dem Bundeswirtschaftsministerium mit einem Schreiben kritisiert. Die jetzt erreichte Klarheit ist allerdings erst recht von Nachteil für die Freien.

Da die Anträge auf Überbrückungshilfen nun zwingend über eine Steuerberatung oder einen Wirtschaftsprüfer gestellt werden müssen, wird auch eine weitere Hürde für Freie aufgebaut. Obwohl die Kosten dafür übernommen werden (sofern der Antrag bewilligt wird), werden viele Freie vor diesem Aufwand zurückschrecken, zumal es möglich ist, dass der Antrag abgelehnt wird und die Kosten für die Arbeit der Steuerberatung von den Freien gezahlt werden muss. In einer Online-Konferenz mit der Bundestagsabgeordneten Claudia Müller von der oppositionellen GRÜNEN-Bundestagsfraktion diskutierten Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher bedeutender Organisationen von Selbständigen, darunter auch der DJV, über Optionen angesichts der Fehlkonzeption des Programms der Bundesregierung. Die GRÜNEN sagten Unterstützung für das Anliegen der Verbände zu, machten aber auch deutlich, dass die Bundesregierung hier auch gegenüber der Opposition zu keinerlei echten Gesprächen bereit ist. Während der jetzt beginnenden parlamentarischen Sommerpause, also vor September, werde erst einmal nichts mehr in der Bundespolitik passieren, sagte die GRÜNEN-Politikerin Müller voraus. Die Organsiationen der Selbständigen kündigten allerdings an, auch während dieser "Pause" für die Interessen der Betroffenen werben zu wollen.


Michael Hirschler, hir@djv.de

News für Freie

Journalismus im Hinterland

Grenzgänger im Journalismus – Tagung des DJV am 2.12. in Konstanz

13.10.22

Medienschaffende fernab der Metropolen - was können sie tun, im Grenzgebiet zwischen traditionellem Journalismus und selbst aufgezogenen Medien. Der DJV führt am 2. Dezember von 10.00 bis 16.00 Uhr die Tagung "Grenzgänger"...

Bundestransparenzgesetz

Entwurf liegt vor

06.10.22

Der Deutsche Journalisten-Verband hat am heutigen Donnerstag in Berlin zusammen mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft den Entwurf eines Bundestransparenzgesetzes vorgelegt.

Vergütung Freie

Vergütungsregeln für Freie in der EU erlaubt

30.09.22

Mit neuen Regelungen schafft die EU-Kommission Rechtssicherheit für Freie. Vergütungsregelungen und andere Vereinbarungen werden vom Wettbewerbsrecht ausgenommen. Die Kartellbehörden dürfen sie nicht verbieten. Ein klarer Schritt...

Iran

Inhaftierte Journalisten frei lassen

26.09.22

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Bundesaußenministerin Annalena Baerbock auf, sich bei der iranischen Regierung für die sofortige Freilassung aller inhaftierten Journalistinnen und Journalisten im Iran einzusetzen.

EuGH-Urteil zur Datenspeicherung

Sieg für Informantenschutz

20.09.22

Der Deutsche Journalisten-Verband sieht in dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung einen Sieg für die Pressefreiheit und den Informantenschutz.

Arbeitszeiterfassung

Medienarbeitgeber in der Pflicht

13.09.22

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die Medienarbeitgeber dazu auf, das am heutigen Dienstag ergangene Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Erfassung der Arbeitszeit zügig umzusetzen.

Entlastungspaket

Unterstützung auch für Freie

08.09.22

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Bundesregierung auf, geplante Entlastungsmaßnahmen zum Inflationsausgleich auch auf freie Journalistinnen und Journalisten auszuweiten.

Transparenz

Hubschrauberflug war nicht privat

24.08.22

Am liebsten hätte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht über den umstrittenen Hubschrauberflug mit ihrem Sohn nach Sylt das Mäntelchen der Privatsphäre gedeckt. Daraus wird nichts.

Bundesregierung

Geheimniskrämerei beenden

13.07.22

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Bundesregierung auf, ihre Informationsblockade gegenüber recherchierenden Journalistinnen und Journalisten zu beenden.

"#Hinterland"

Lebenszeichen in der Medienwüste

01.07.22

Im nordöstlichsten Teil der Bundesrepublik, inmitten von wirtschaftlich verödeten Landschaften, gründet ein Verlag Medien, als sei der Journalismus erst gestern erfunden worden. Die Rede ist vom Katapult-Verlag in Greifswald, der...

Nach Tagesspiegel-Urteil

Auskunftsgesetz muss her

09.06.22

Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg gegen den Tagesspiegel unterstreicht aus Sicht des Deutschen Journalisten-Verbands die Notwendigkeit eines Presseauskunftsgesetzes auf Bundesebene.

ADAC-Fotos

Konkurrenz für Freie

07.06.22

Der Deutsche Journalisten-Verband sieht in der Vermarktung von Fotos der ADAC Luftrettung eine unzulässige Konkurrenz mit freien Bildjournalisten.

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Schon gewusst? Der DJV erteilt nicht nur kostenlose Rechtsberatung für Mitglieder, sondern auch kostenlosen Rechtsschutz in Berufsfragen. Für mehrere hunderttausend Euro im Jahr. Rechtsschutz - ein Angebot, das viele andere Verbände nicht bieten.

Auch vor den Sozialgerichten für Freie unterwegs ist der DJV. Foto: Hirschler

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