Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

News für Freie

Keine Mitbestimmung

rbb-Freie auch künftig nicht im Personalrat

21.06.2013

DJV-Verbände kritisieren Novelle des rbb-Staatsvertrags

Das Foto zeigt das Gebäude des Rundfunk Berlin-Brandenburg in Berlin

Gebäude des rbb in Berlin | Foto: Hirschler

(PM/DJV-Berlin/JVBB) Die am Dienstag vom Berliner Senat gebilligte Neufassung des rbb-Staatsvertrags verweigert den freien Mitarbeitern des Senders weiterhin wesentliche Rechte. Das beklagen die beiden im rbb aktiven Landesverbände des Deutschen Journalistenverbandes. DJV Berlin und Journalistenverband Berlin-Brandenburg JVBB sind bitter enttäuscht, dass es auch in Zukunft keine einheitliche Personalvertretung von festen und freien Mitarbeitern geben soll. Nach der Senatsvorlage, die noch vom Abgeordnetenhaus und dem Brandenburger Landtag gebilligt werden muss, wird den arbeitnehmerähnlichen Freien lediglich eine Freien-Vertretung ohne konkrete Mitbestimmungsrechte zugestanden.

Die DJV-Verbände betonen, dass Feste und Freien  immer öfter an gleichen Plätzen und mit gleichen Aufgaben miteinander arbeiten. Daher sei es an der Zeit, dass ihre Interessen auch durch ein einziges Gremium vertreten werden – dem Personalrat.

Bei ZDF, WDR, SR, HR und Radio Bremen ist dies längst gelebte Praxis. Schließlich wacht der Personalrat über die Einhaltung von Tarifverträgen – und die gibt es im rbb auch für arbeitnehmerähnliche Freie.

DJV Berlin und JVBB hatten in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ver.di energisch Lobbyarbeit betrieben, damit endlich auch die rbb-Freien vom Personalrat vertreten werden. Die Senatskanzlei unter Björn Böhning (SPD) verweigerte sich jedoch – obwohl die SPD-Fraktion den Senat am 5.3.2013 aufgefordert hat, die Änderung zu nutzen, „damit Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Statusänderung im rbb durch den Personalrat vertreten werden können“.

Auch in der mitregierenden CDU-Fraktion gab es Sympathien für den Vorschlag. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen  hatte am 12.06.2013 einen Antrag ins Plenum des Abgeordnetenhauses eingebracht, der sich die Forderung ebenfalls zu eigen macht und der außerdem mehr Transparenz und Beteiligung des Parlaments in diesem Verfahren fordert.



Für Rückfragen:

Dr. Michael Rediske (JVBB) Tel. 030 / 2007 4473 bzw. 0172 / 3877 878

André Gählert (DJV Berlin) Tel. 030 / 8891 3033 bzw. 0170 / 7993 790

News für Freie

Corona-Krise

Neustarthilfe Januar-März 2022 kann jetzt beantragt werden

20.01.22

Die Corona-Krise hat viele Freie hart getroffen - und dauert immer noch an. Daher wird das Programm der Neustarthilfe auch im Frühjahr 2022 fortgesetzt. Bis zu 4.500 Euro können in diesem Hilfsangebot beantragt werden. Für Freie...

Kritische Infrastruktur

Journalisten gehören dazu

06.01.22

Der Deutsche Journalisten-Verband stellt gegenüber Bund und Ländern klar, dass Journalistinnen und Journalisten Teil der kritischen Infrastruktur sind.

Corona und die Freien

Hilfsmaßnahmen werden auch 2022 fortgesetzt

25.11.21

Aufträge werden gecancelt, Events werden abgesagt: Corona trifft die Freien schon wieder in aller Härte. Hier die wichtigsten Informationen dazu in Kürze:

Übergriffe

Medienhäuser in der Pflicht

08.11.21

Die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten bei der Berichterstattung muss spürbar verbessert und die Pressefreiheit in vollem Umfang gewährleistet werden.

Presseauskünfte

Regierung weiß nichts

08.10.21

Die amtierende Bundesregierung ist fast schon Geschichte, aber nur fast: Ihr Nichthandeln beim Auskunftsrecht der Medien wirkt in die kommende Legislaturperiode hinein.

Medienanfragen

Spahn missachtete Pressefreiheit

22.09.21

Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt die Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts vom gestrigen Dienstag zum presserechtlichen Auskunftsanspruch auf Bundesebene (BVerwG 6 A 10.20).

Corona-Krise

Hilfen für Selbständige bis Jahresende 2021 verlängert

09.09.21

Die Bundesregierung verlängert die Hilfen für Selbständige bis zum Jahresende 2021. Das gilt sowohl für die Neustarthilfe Plus als auch die Überbrückungshilfe Plus. Das bedeutet beispielsweise, dass im Rahmen der Neustarthilfe...

Afghanistan

Unterlagen erhalten

03.09.21

Das Bundesverteidigungsministerium hat zugesagt, Unterlagen zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr für den Bundestag aufzubewahren. Davon dürften auch Journalisten profitieren.

Dieselaffäre

Transparenz vor der Wahl

19.08.21

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert vom Bundesverkehrsministerium noch vor der Bundestagswahl Aufklärung über die sogenannte Dieselaffäre.

Bestseller

Nachvergütungen einfordern

30.07.21

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert alle Urheberinnen und Urheber auf, gegenüber ihren Auftraggebern auf Nachvergütung zu pochen, wenn mit ihren Werken unerwartet große Gewinne erzielt werden.

Schwarz-rote Gesetzgebung

Bescheidene Bilanz

29.07.21

Die Bilanz der schwarz-roten Bundesregierung in der zu Ende gehenden Legislaturperiode fällt für den Journalismus dürftig aus.

Corona-Krise

Neue Hilfen für Freie

21.07.21

Der DJV informiert in einem aktuellen "Tipps für Freie" über neue Hilfen für Freie angesichts fortdauernder wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Corona-Krise. Link zum DJV-Tipps für Freie (PDF)

News 1 bis 12 von 809

Schon gewusst?Rund 60 Prozent aller Freien arbeiten aus Überzeugung hauptberuflich frei, 40 Prozent sind als Freie tätig, weil sie keine Anstellung finden (Quelle: DJV-Umfrage 2014).

Auch bei der EU in Brüssel sind viele Freie unterwegs - nicht immer freiwillig frei. Foto: Hirschler

Schon gewusst?Rund 60 Prozent aller Freien arbeiten aus Überzeugung hauptberuflich frei, 40 Prozent sind als Freie tätig, weil sie keine Anstellung finden (Quelle: DJV-Umfrage 2014).

Weitere interessante Themen

Newsletter

Cookie Einstellungen