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DJV-news 774
Newsletter des Deutschen Journalisten-Verbands: 1.07.2022
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Rundfunk: In Frankreich in großer Gefahr. Foto: Danielle Liniger SRF  
Inhalt vom 1. Juli
Solidarität mit französischen Kollegen

Türkei sperrt Online-Seiten der Deutschen Welle

Absage an Einmalzahlung

Kanzler amüsiert sich auf Kosten von Journalisten

Bundespräsident stärkt Journalisten den Rücken

Lebenszeichen in der Medienwüste

Stabwechsel in Berlin

DJV Nord wählte Vorstand

Wie kommt der Journalist im Krimi weg?

RTL holt zu Guttenberg aus der Mottenkiste

IFJ macht sich für Julian Assange stark

Recherchereise Deutschland/Ukraine im November

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Aktuelle Themen
Solidarität mit französischen Kollegen

Solidarität mit den Journalistinnen und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Frankreich ist das Gebot der Stunde. Die Kollegen streikten und protestierten gegen die Pläne der französischen Regierung, den Rundfunkbeitrag abzuschaffen und die Sender künftig aus dem Staatshaushalt zu finanzieren. Die Unabhängigkeit der Sender ist in Gefahr, zumal über Fusionen spekuliert wird. Von den Rundfunkplänen von Präsident Emmanuel Macron ist auch der deutsch-französische Sender Arte bedroht.

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Rundfunk: In Frankreich in großer Gefahr. Foto: Danielle Liniger SRF
Türkei sperrt Online-Seiten der Deutschen Welle

Die türkische Rundfunkaufsicht hat in der Nacht zum 1. Juli die Internetseiten der Deutschen Welle gesperrt. Damit ist der deutsche Auslandssender in der Türkei nicht mehr erreichbar. Grund für das Verbot ist die Weigerung des Senders, eine Lizenz zu beantragen, weil darin eine Zensurmaßnahme gesehen wird. Der DJV appellierte an die türkischen Behörden, die Sperre unverzüglich aufzuheben.

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Absage an Einmalzahlung

Eine klare Absage hat der DJV Gedankenspielen über eine Einmalzahlung zur Abwendung womöglich hoher Einkommenssteigerungen der Beschäftigten für den Medienbereich erteilt. Zum einen wäre das ein Eingriff in die Tarifautonomie von Gewerkschaften und Arbeitgebern, zum anderen ein Strohfeuer, das den Journalistinnen und Journalisten keinen dauerhaften Einkommenszuwachs beschert. Eine Einmalzahlung hatte Bundeskanzler Olaf Scholz ins Gespräch gebracht.

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Kanzler amüsiert sich auf Kosten von Journalisten

Vor der Alpenkulisse von Schloss Elmau sprach Bundeskanzler Olaf Scholz am 28. Juni vor den versammelten Journalisten über den Abschluss des G 7-Gipfels. Dabei erwähnte er Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Eine Kollegin der Deutschen Welle wollte mehr wissen: "Könnten Sie konkretisieren, welche Sicherheitsgarantien das sind?" fragte sie. Scholz' Antwort: "Ja, könnt' ich." Sein verschmitztes Grinsen beendete er nach einer Kunstpause mit dem Satz: "Das war's." Das mag der Kanzler witzig gefunden haben, Journalisten und Öffentlichkeit nicht. Dafür ist die Kriegsangst vieler Menschen zu groß.

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Olaf Scholz: köstlich amüsiert. Foto: Imago
Bundespräsident stärkt Journalisten den Rücken
Steinmeier beim MDR: Mutmacher für Journalisten. Foto: Jens Schlüter

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Laudatio beim Festakt zum 30-jährigen Bestehen des Mitteldeutschen Rundfunks gehalten. In seiner Rede legte er den Finger in die Wunde, die Extremisten und Demokratiefeinde schlagen: "Medien arbeiten hier in einem Umfeld, das leider allzu oft von Misstrauen, auch von Ablehnung und Hass ihnen gegenüber geprägt ist. Lügenpresse, Staatsfunk, welch‘ unsägliche Beschimpfungen, die Sie alle viel besser kennen als ich. Immer öfter werden Journalistinnen und Journalisten nicht nur diffamiert und verhöhnt, manche werden bespuckt, bedroht, sogar tätlich angegriffen." Mit seiner Rede machte er den Kolleginnen und Kollegen Mut, die jeden Tag aufs Neue ihren Job machen: guten Journalismus, der informiert und nicht indoktriniert.

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Lebenszeichen in der Medienwüste

Journalismus im Aufbruch, neue regionale Medien und sogar ein Ausbildungszentrum im Bau: So viel Zukunftsgeist konnten die Teilnehmenden der DJV-Konferenz "Medienwüste?! – Wie Journalismus im Hinterland gelingen kann" in Greifswald am 27. Juni live miterleben. Medienschaffende und Politikverantwortliche diskutierten über Chancen des Journalismus fernab der Metropolen.

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Stabwechsel in Berlin
Michael Rediske, Sebastian Scholz: Ansprechpartner für DJV-Mitglieder. Foto: Paul Eschenhagen

Sommerliche Temperaturen, gute Stimmung: Am Abend des 28. Juni verabschiedete der DJV Berlin - JVBB seinen langjährigen Geschäftsführer Michael Rediske in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt Sebstian Scholz an, der den DJV schon gut kennt. Scholz arbeitet als Geschäftsführer des DJV Thüringen und wird jetzt zusätzlich die Geschäfte des Hauptstadtverbands leiten. Michael Rediske führte die Geschäfte des DJV Berlin - JVBB 18 Jahre lang.

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DJV Nord wählte Vorstand

Die freie Journalistin Marina Friedt (Hamburg) führt den Deutschen Journalisten-Verband Nord als 1. Vorsitzende gemeinsam mit dem Tageszeitungsredakteur Kai Dordowsky (Lübeck) als 2. Vorsitzenden in den kommenden zwei Jahren. Die Mitgliederversammlung wählte am 30. Juni in der Freien Akademie der Künste in der Hansestadt alle Verbandsgremien neu. Zugleich wurde eine neue Satzung verabschiedet. Damit findet die Fusion der DJV-Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein ihren Abschluss. Dem Vorstand gehören die freie Tageszeitungsjournalistin Esther Geißlinger (Rendsburg) als Schatzmeisterin ebenso an wie die Agentur-Journalistin Julia Doellken (Hamburg), der freie Journalist Wolf-Robert Danehl (Hamburg), Peter Jebsen (Chefredakteur HW Hamburger Wirtschaft) sowie der NDR-Journalist Lukas Knauer (Neumünster).

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Neuer DJV Nord-Vorstand: Papiertiger zum Start gebracht. Foto: Florian Büh
Wie kommt der Journalist im Krimi weg?
Frank Überall: König der Bücher. Foto: Mareike Pede

Dieser Frage ging DJV-Bundesvorsitzender und Wissenschaftler Frank Überall nach. In Romanen und Krimis hat er im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie nachvollzogen, was über Journalismus und Medienschaffende erzählt wird. Dabei hat er manche überraschenden Feststellungen gemacht, die er am 2. Juli bei der Langen Nacht der Wissenschaften in der HMKW-Hochschule in Berlin präsentieren und mit dem Publikum diskutieren wird. Unter anderem zeigt er, mit welchen Schimpfwörtern und Tiernamen Journalisten in der fiktiven Welt bedacht werden.

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RTL holt zu Guttenberg aus der Mottenkiste

Karl Theodor zu Guttenberg, ehemaliger Bundesverteidigungsminister, der 2011 über seine abgeschriebene Doktorarbeit stolperte, soll für RTL zwei Dokutainment-Folgen moderieren, die noch in diesem Jahr ausgestrahlt werden sollen. Thema? Unbekannt. Offen ist auch, ob er eine journalistische Rolle übernimmt oder Moderationstexte abliest. Der Kölner Sender setzt offenbar darauf, dass 11 Jahre nach der Plagiatsaffäre der Name zu Guttenberg immer noch zieht. Tut er scheinbar: Die Ankündigung der neuen Aufgabe bei RTL beherrschte in dieser Woche die Mediendienste.

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Karl Theodor zu Guttenberg 2011: Comeback bei RTL. Foto: Nils Bahnsen
IFJ macht sich für Julian Assange stark

Die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ) hat eine weltweite Kampagne zur Freilassung von Julian Assange gestartet. Adressaten sind die britischen und die US-amerikanischen Behörden der Justiz und der Sicherheit. An die amerikanische Politik richtet sich die Forderung, die beabsichtigte Anklage gegen den Wikileaks-Gründer fallen zu lassen. Im Fall einer Verurteilung würde Assange eine Freiheitsstrafe von bis zu 175 Jahren drohen. Die britische Innenministerin hatte zuletzt grünes Licht für seine Auslieferung an die USA gegeben.

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Recherchereise Deutschland/Ukraine im November

Die Deutsche Gesellschaft lädt vom 14. bis 20. November Journalisten aus Deutschland, Moldau und der Ukraine zu einer Recherchereise mit Netzwerktreffen nach Berlin ein. Im Mittelpunkt stehen Treffen und Gespräche mit Vertretern der Außen- und Sicherheitspolitik, Medien-NGOs, humanitären Einrichtungen und der queeren Community. Über hybride Formate sollen auch Gesprächspartner aus der Ukraine und der Republik Moldau zugeschaltet werden. Journalisten aus Deutschland können sich bis zum 30. August um die kostenfreie Teilnahme bewerben.

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Zitat der Woche

"Wir können gar nicht so viel machen, wie wir gerne würden", sagt Arte-Filmchefin Claudia Tronnier.

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Personalien

Reporterinnenlegende Antonia Rados hört nach mehr als 25 Jahren beim Privatsender RTL auf. Die 69-Jährige berichtete zuletzt aus der Ukraine.
Sabine Schicketanz, Chefredakteurin der Potsdamer Neuesten Nachrichten, und Ressortleiter Sidney Gennies rücken zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben in die Chefredaktion des Tagesspiegel vor.
"Welt"-Reporter Michael Wüllenweber wird neuer Studioleiter des Senders in Washington. Im September löst er Steffen Schwarzkopf ab, der als Chefreporter nach Berlin wechselt.
Annika Lau, Moderatorin von RTL Gala, moderiert zusätzlich die Formate Punkt 6, Punkt 7 und Punkt 8.
RTL-Redakteurin Roberta Bieling wechselt am 1. August als Moderatorin zu RTL Aktuell.
Jennifer Schneider, Teamleiterin der Aktuell-Redakteure bei dpa, ist jetzt Redaktionsleiterin der dpa-Infografik. Ihr Vorgängerin Ira Kugel wechselt in die Geschäftsführung.
Neue Chefredakteurin der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ist jetzt Dany Schrader. Das bisherige Mitglied der RND-Chefredaktion löst Hendrik Brandt ab, der Chefredakteur für verlegerische Sonderprojekte wird.
Jana Cebulla, Leiterin der Jungen Angebote beim MDR, wird am 1. August zusätzlich Leiterin der Kultur-Hauptredaktion.
Galileo-Redaktionsleiter Christian Schleker wechselt als Leiter der Investigativredaktion von ProSieben zu RTL News.
Thomas Vitzthum, Politikredakteur der Welt, ist jetzt Leiter des neuen Hauptstadtbüros der Mediengruppe Bayern. Ihm zur Seite steht AFP-Journalistin Mareike Kürschner.
Der Leiter der Sendung Bild Live Marc-Oliver Kühle wechselt am 1. August als Head of Video zur dpa.
Franziska Wülle, Sportjournalistin beim WDR, wird neue Pressesprecherin der deutschen Fußballnationalmannschaft. Sie folgt auf Jens Grittner, der beim DFB eine neue Aufgabe übernimmt.

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Redaktion: Hendrik Zörner (verantw.)
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