Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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Journalistische Start-ups

Tipps, Praxisbeispiele und News für Gründer

Gerade Berufseinsteiger im Journalismus sehen sich häufig mit prekären Arbeitsbedingungen konfrontiert. In den Medien ist eine Selbstständigkeit mehr die Regel als die Ausnahme. Denn viele Medienunternehmen schätzen die für sie vermeintlich kostengünstigen und risikoarmen freien Mitarbeiter, die sie nach Belieben einsetzen können. Warum dann nicht lieber selbst ein Medienunternehmen gründen statt sich ausbeuten zu lassen?

Der DJV hilft nicht nur mit Beratung bei der Gründung. Genauso wichtig wie die kaufmännische Expertise ist die Kenntnis des journalistischen Marktes.

Zehn Anlaufstellen für Gründer journalistischer Start-ups

  1. Existenzgründerportal: Angebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie informiert über alle Fragen der Unternehmensgründung. Dazu gehören auch umfangreiche Informationen über Förderung und Finanzierung.
  2. Deutschland startet: Bundesweite Initiative mit dem Ziel, Existenzgründern und jungen Unternehmen Hilfestellungen zu geben und u.a. über staatliche Fördermöglichkeiten unabhängig und kostenlos zu informieren.
  3. German Accelerator: Programm des Bundeswirtschaftsministeriums, ermöglicht Gründern seit Oktober 2011 einen Aufenthalt im Silicon Valley
  4. Startupnet: Förderprogramm und Netzwerk des media.net Berlin Brandenburg
  5. Medialab Bayern: Inkubator für digitale Medien in Bayern
  6. VOCER Innovation Media Lab: Stipendien für experimentierfreudige Medienmacher
  7. next media accelerator: Umfassendes Förderprogramm für mediennahe Start-ups unter dem Dach der dpa
  8. Axel Springer Plug and Play: Accelerator des Medienkonzerns, richtet sich an Gründer mit digitalen Geschäftskonzepten, ein Prototyp steigert die Chancen. Schon mehr als 1000 Start-ups geschult.  
  9. Google Digital News Initiative: Der Innovationsfonds ist offen für etablierte Verlage, reine Online-Akteure, Nachrichten-Startups, Partnerprojekte und Einzelpersonen
  10. jouvenir: Initiative für Entrepreneurship im Journalismus, gegründet von der freien Journalistin Carolin Neumann

Zehn journalistische Start-ups, die man im Blick behalten sollte

  1. CORRECT!V: Gemeinnütziges Recherche-Zentrum, das sich über Stiftungen und Mitgliedsbeiträge finanziert. Sieht sich perspektivisch als Social Entrepreneur. 
  2. Blendle: In den Niederlanden bereits erfolgreicher Digitalkiosk, der den Kauf einzelner Artikel ermöglicht. Zu den Investoren zählt u.a. der Axel-Springer-Konzern
  3. Opinary: Das Start-Up bietet Herausgebern Werkzeuge, um die öffentlichen Meinungen über verschiedene Themen zu messen. Ziel ist auch mehr Interaktion in Online-Medien.
  4. resiapp.io ist ein Chat Bot, der Nachrichten unterhaltsam aufbereitet und im WhatsApp-Format aufs Smartphone bringt. Das soll vor allem jüngere Nutzer ansprechen.
  5. Edition F: Das Berliner Start-up ist eine Business-Lifestyle-Plattform für Frauen. Anschubfinanzierung über Crowdinvesting.
  6. bento und ze:tt: Unter dem Dach der Medienhäuser SPIEGEL und Zeit werden nach Start-up-Manier neue Angbote für junge Leser erprobt. Fremdkapital ist nicht geflossen.
  7. Krautreporter: Im Jahr 2014 gegründetes Online-Magazin. Die Startfinanzierung der Plattform erfolgte durch Crowdfunding, nun ist eine Verlängerung des Abomodells und die Umwandlung in eine Genossenschaft geplant. 
  8. Hostwriter: Gemeinnützige Plattform, auf der Journalisten auf der ganzen Welt miteinander kooperieren und sich gegenseitig unterstützen können. Finanziert über Stiftungen und viele Zeitspenden.
  9. torial: Portfolio-Plattform für Journalisten, Hauptförderer ist die August Schwingenstein Stiftung. 
  10. piqd.de, eine Commnity für kuratierten Journalismus, ist bereits das nächste Start-up der Schwingenstein Stiftung.

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