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18. Dezember 2013
Zeitungstarif

BDZV ohne Konzept

Ohne Fortschritte endete am heutigen Abend die sechste Runde der Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen in Berlin.

Die Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hielten daran fest, dass ein möglicher Tarifabschluss spürbare und sofort wirksame Entlastungen für die Verlage beinhalten müsse. Als unverzichtbar definierten die Verleger die Kopplung der Journalisteneinkommen an die regionale Kaufkraft. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass der BDZV an der Regionalisierung unbeirrt festhält. Diesem Modell haben wir schon vor Monaten eine Absage erteilt, weil eine überzeugende Begründung fehlt“, sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring.

In kleiner Verhandlungsrunde versuchten DJV und dju, mit den BDZV-Vertretern Fortschritte im Bereich der Struktur des Gehaltstarifvertrags zu erreichen. Dabei bestätigte sich, dass die Verleger eine untere Gehaltsgruppe für Redakteure ohne Journalistenausbildung anstreben, um dort vermeintlich geringwertige Tätigkeiten anzusiedeln. Die Gehälter in diesem Bereich sollten für vier Jahre zwischen den Vergütungen für Volontäre und den Redakteursgehältern der ersten Gruppe liegen. Darüber hinaus sollten die Gehälter aller Redakteure in einem neuen Tarifvertrag automatisch nur noch bis zum achten Berufsjahr steigen. Weitere Einkommenszuwächse sollten dann an so genannte besondere Funktionen gekoppelt werden, über die die Chefredaktionen zu entscheiden hätten.

„Wer solche Vorschläge macht, denkt nur an Einsparungen“, kritisierte Döhring. „Auch in der sechsten Tarifrunde hat der BDZV immer noch kein verhandelbares Konzept auf den Tisch gelegt.“ Er kündigte an, dass der DJV gemeinsam mit der dju in den nächsten Wochen ein Konzept entwickeln werde, das die Basis für weitere Verhandlungsrunden mit den Verlegern bilden solle. „Wir machen uns stark für den Umbau der Tarifverträge“, sagte der DJV-Verhandlungsführer, „wir verweigern uns aber dem Kahlschlag.“

Als nächsten Verhandlungstermin vereinbarten Gewerkschaften und Verleger den 5. Februar 2014 in Düsseldorf.

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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