Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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26. Oktober 2015
TV-Produktionsfirmen

Hire & Fire beenden!

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Geschäftsführungen von TV-Produktionsfirmen zu fairen Arbeitsverträgen für ihre Mitarbeiter aufgefordert.

Journalisten, Kameraleute und technisches Personal bei den Produktionsfirmen hätten den gleichen Anspruch auf angemessene Bezahlung und berufliche Planungssicherheit wie ihre Kollegen bei den Fernsehsendern, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken: „Die Realität sieht leider so aus, dass die beruflichen Perspektiven der Mitarbeiter untrennbar verknüpft sind mit der Lebensdauer der Talkshow oder Unterhaltungssendung, für die sie arbeiten. Wenn der Star keine Lust mehr hat oder die Sendung ins Quotental sinkt, können die Mitarbeiter die Koffer packen. Das geht nicht.“ Mit dem vorherrschenden Prinzip des Hire & Fire lasse sich auf Dauer keine Spitzenqualität produzieren.

 

Der DJV-Vorsitzende reagierte damit auf Berichte über anstehende Entlassungen bei der Produktionsfirma i&u TV, die die Talkshow von Günther Jauch produziert. Nach deren Ende am 29. November droht 80 Mitarbeitern das Aus, darunter 16 Festangestellte. (Siehe dazu die Korrektur vom 26.10., 16.10 Uhr). Etwa die gleiche Zahl an Beschäftigten hat die Produktionsfirma Brainpool von Stefan Raab entlassen. 50 von ihnen setzen sich derzeit juristisch gegen ihren Rausschmiss zur Wehr.

 

Konken betonte, die Mitarbeiter der Produktionsfirmen sollten sich keinesfalls mit ihrer Entlassung abfinden, sondern den Versuch der gerichtlichen Klärung unternehmen. Den DJV-Mitgliedern stehe der Journalisten-Verband mit Rat und Tat zur Seite.

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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