Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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Pressemitteilungen

26. März 2014
AfD

Knebelvertrag inakzeptabel

Der Deutsche Journalisten-Verband hat gegen die Akkreditierungsbedingungen der AfD-Jugend für Journalistinnen und Journalisten zu einer Veranstaltung im Kölner Maritim-Hotel am Abend des 27. März protestiert.

Die Junge Alternative, so der offizielle Name der Parteiorganisation, schreibt den Journalisten beispielsweise vor, wie lang Tonaufnahmen sein dürfen, dass Bildmaterial nach einem festgelegten Zeitraum gelöscht werden soll und dass Fotos nur zulässig sein sollen, wenn Veranstaltungsteilnehmer keine Einwände haben. Die Akkreditierung sollen die Journalisten deutlich sichtbar am Körper tragen. Bei Zuwiderhandlungen drohen den Berichterstattern Vertragsstrafen von 10.000 Euro.

„Das stellt einen klaren Verstoß gegen die Pressefreiheit dar“, urteilte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Solche Konditionen seien völlig inakzeptabel. Er forderte die AfD auf, dringend die verfassungsmäßig garantierten Rechte der Journalistinnen und Journalisten zu akzeptieren. „Nach den Tiraden des AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke gegen die Medien auf dem Bundesparteitag steht das Demokratieverständnis dieser Partei in Frage.“

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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