DLF-Reform
Orientierung statt Reichweite
Zusammen mit mehreren anderen Organisationen aus Zivilgesellschaft, Journalismus, Wissenschaft, Verbraucher-, Klima- und Umweltschutz fordert der Deutsche Journalisten-Verband Änderungen an der geplanten Programmreform beim Deutschlandfunk.
In einem Offenen Brief an DLF-Intendant Stefan Raue und Programmdirektorin Jona Teichmann äußern die Verbände ihre Sorge, „dass Themenvielfalt, Fachlichkeit und publizistische Tiefe an Raum verlieren“. Es bestehe die Gefahr, „dass für die vertiefte journalistische Einordnung künftig weniger Raum bleibt und komplexe Zusammenhänge hinter der tagesaktuellen Berichterstattung zurücktreten“ und „dass etablierte Fachkompetenz und redaktionelle Kontinuität an Bedeutung verlieren und dadurch die Qualität der Berichterstattung leidet“. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe einen besonderen Auftrag: „Er soll nicht nur Reichweite erzeugen, sondern Orientierung geben, unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven und Zielkonflikte sichtbar machen und den demokratischen Diskurs stärken.“
In dem Offenen Brief appellieren die Organisationen deshalb an den Intendanten, „die Reform so auszugestalten, dass die besondere Stärke des Deutschlandfunks erhalten bleibt: fachliche Expertise, Themenvielfalt, vertiefende Recherche und Raum für Themen jenseits des unmittelbaren Nachrichtenzyklus“. Dazu gehöre auch, die Expertise der Umweltjournalistinnen und -journalisten einzubeziehen und ihre Arbeit langfristig abzusichern.
Der Offene Brief an den Deutschlandfunk ist auf der DJV-Homepage nachzulesen: www.djv.de/news/offene-briefe/deutschlandfunk-reform/
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner, djv@djv.de
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