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dpa

Freie zum Streik aufgerufen

30.05.2023

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die arbeitnehmerähnlichen freien Bildjournalistinnen und -journalisten bei der Deutschen Presseagentur zum Warnstreik auf.

Damit sollen die stockenden Tarifverhandlungen bei Deutschlands größter Nachrichtenagentur unterstützt werden. Der Arbeitskampf, der noch bis zum 31. Mai um 24 Uhr läuft, wurde notwendig, weil es bislang keine Annäherung zwischen den Honorarforderungen der Gewerkschaften DJV und ver.di und den Angeboten der Geschäftsleitung gibt. Fordert der DJV etwa einen Tagessatz für Fotoberichterstattung in Höhe von 390 Euro, bietet die dpa mit 260 Euro gerade mal zwei Drittel. Die Tageshonorare wurden zuletzt 2018 um fünf Euro erhöht. „Mit jedem Monat und mit jedem Jahr verdienen die Foto- und Videojournalisten bei der dpa weniger“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Das ist nicht der Sinn freier journalistischer Arbeit.“

Ein weiterer Streitpunkt in den Tarifverhandlungen ist die Honorierung von Zweitverwertungsrechten. Hier gibt es von der Geschäftsführung keinen Vorschlag für eine angemessene Beteiligung – „aus unserer Sicht ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht“, so Überall. Er hoffe, dass der Warnstreik die Kompromissbereitschaft des Arbeitgebers dpa erhöhe:

„So geht es nicht weiter. Die Kolleginnen und Kollegen haben ein Recht auf angemessene Honorare und faire Vergütungen.“

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de

Freiberuflicher Journalismus Tarife Honorare

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