Mitglied werden
Login Logout Mitglied werden
Warenkorb

Evan Gershkovich

Auf Urteil muss Auslieferung folgen

19.07.2024

Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert den Richterspruch eines russischen Gerichts gegen den US-Korrespondenten Evan Gershkovich vom heutigen Freitag als Unrechtsurteil der Kreml-Autokratie.

Zuvor war Gershkovich, der seit März 2023 inhaftiert ist, wegen Spionage zu 16 Jahren strenger Lagerhaft verurteilt worden. Das Gericht in Jekaterinburg blieb damit nur unwesentlich hinter der Forderung der Generalstaatsanwaltschaft zurück, die für 18 Jahre Lagerhaft plädiert hatte. „Es kam wie befürchtet: Ganz nach dem Willen der Führung hat das Gericht die unabhängigen und kritischen Recherchen von Evan Gershkovich für das Wall Street Journal als Spionage gebrandmarkt – ein Skandal“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Er sieht das Urteil auch als Warnung des Kreml an das internationale Pressecorps in Russland, im eigenen Interesse nicht unter der Oberfläche zu graben.

Der DJV-Vorsitzende fordert die westlichen Diplomaten auf, die offenbar bereits laufenden Gespräche über einen Austausch von Evan Gershkovich gegen russische Straftäter im Westen „mit Nachdruck“ zu führen: „Dass Lagerhaft in Russland lebensgefährlich sein kann, hat das Schicksal des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny auf schockierende Weise gezeigt“, so Beuster. „Wir wollen Evan Gershkovich lebend wiedersehen und zwar bald.“

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

International Pressefreiheit Medienrecht

Weitere Pressemitteilungen

Medienauskunftsgesetz

05.05.2026

Bundestag muss Ernst machen

Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt den Gesetzentwurf von Bündnis 90/Die Grünen für ein Medienauskunftsgesetz.

Mehr
Stuttgarter Erklärung

02.05.2026

Özdemir soll Pressefreiheit verteidigen

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die künftige Landesregierung von Baden-Württemberg dazu auf, sich die Verteidigung und den Ausbau der Pressefreiheit zu einer ihrer Kernaufgaben zu machen.

Mehr
WDR und NDR

30.04.2026

Konstruktive Verhandlungen gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den WDR und den NDR zu konstruktiven Tarifverhandlungen auf.

Mehr
Trump contra Kimmel

29.04.2026

Satirefreiheit ist Grundrecht

Der Deutsche Journalisten-Verband nimmt den US-Talkshowmoderator Jimmy Kimmel gegen den Terrorvorwurf von US-Präsident Donald Trump in Schutz.

Mehr
Verschleppte Journalistin

22.04.2026

Voller Einsatz vom AA gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Bundesaußenminister Johann Wadephul auf, sich bei der syrischen Übergangsregierung für die sofortige Freilassung der deutschen Journalistin Eva Maria Michelma …

Mehr
Deutsche Welle-Demo

21.04.2026

Autokraten dürfen nicht jubeln

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Für eine starke Deutsche Welle! Für Dialog und Medienfreiheit – weltweit“ am 22. April in Berlin auf.

Mehr
Appell an Bundestag

15.04.2026

Entlastungsprämie auch für Freie

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Deutschen Bundestag auf, die von der Bundesregierung vorgeschlagene Entlastungsprämie für Angestellte auf Selbstständige auszuweiten.

Mehr
Nach Ungarn-Wahl

13.04.2026

Pressefreiheit wiederherstellen

Der Deutsche Journalisten-Verband gratuliert dem künftigen ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar zu dem haushohen Wahlsieg über den Autokraten Viktor Orbán.

Mehr
Wahl in Ungarn

10.04.2026

Freie Berichterstattung gewährleisten

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die ungarischen Behörden auf, die freie und ungehinderte Berichterstattung über die Parlamentswahlen am 12. April zu gewährleisten.

Mehr
dpa-Tarifabschluss

30.03.2026

Rund 6,5 Prozent mehr

Die Einkommen der Journalistinnen und Journalisten bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) steigen um durchschnittlich 6,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren.

Mehr