Stuttgarter Erklärung
Özdemir soll Pressefreiheit verteidigen
Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die künftige Landesregierung von Baden-Württemberg dazu auf, sich die Verteidigung und den Ausbau der Pressefreiheit zu einer ihrer Kernaufgaben zu machen.
In der Stuttgarter Erklärung des DJV, die Bundesvorsitzender Mika Beuster und Markus Pfalzgraf, Vorsitzender des DJV Baden-Württemberg, am Abend dem künftigen Ministerpräsidenten Cem Özdemir übergaben, heißt es dazu wörtlich: „Wir rufen die kommende Landesregierung zum Tag der Pressefreiheit auf, sich die Verteidigung der Pressefreiheit zu einer Hauptaufgabe ihrer Regierungsarbeit zu machen und sich für den Erhalt einer vielfältigen Medienlandschaft im Bundesland und in Deutschland zu engagieren.“ Und weiter: „Der Kampf gegen Desinformation und Fake News, die Information über relevante gesellschaftliche und politische Dynamiken in den Kommunen, im Bundesland, in Deutschland, Europa und der Welt, das Stiften einer regionalen Identität und Verantwortung, das Fördern der Medienkompetenz, das Kontrollieren ,der Mächtigen‘ und kritische Berichterstattung über alle relevanten gesellschaftlichen und politischen Ereignisse – all das macht kritischer und unabhängiger Journalismus möglich und leistet so seinen Beitrag zum Gelingen von Demokratie.“
Bei der Jubiläumsveranstaltung des DJV Baden-Württemberg, der sein 40-jähriges Bestehen feiert, hatte der künftige Ministerpräsident die Gäste zuvor mit einem Grußwort begrüßt. DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster wies aus Anlass des Tags der Pressefreiheit am 3. Mai darauf hin, dass Deutschland auf der Rangliste der Pressefreiheit auf den nur noch „zufriedenstellenden“ 14. Platz zurückgestuft wurde. Verantwortlich für den Rückgang sollen die durch das aufgeheizte politische Klima schwierigeren Arbeitsbedingungen der Journalistinnen und Journalisten sein. „Wir brauchen die aktive Unterstützung der Politik, um das Grundrecht der Pressefreiheit am Leben zu erhalten“, so Beuster. „Wir zählen auf Sie, Herr Özdemir!“
Die „Stuttgarter Erklärung des DJV zur Pressefreiheit“ ist auf der Website des DJV unter folgender URL zu finden:
https://www.djv.de/medienpolitik/pressefreiheit/
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner
Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de