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Deutsche Welle-Demo

Autokraten dürfen nicht jubeln

21.04.2026

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Für eine starke Deutsche Welle! Für Dialog und Medienfreiheit – weltweit“ am 22. April in Berlin auf.

Gewerkschafter, Journalistinnen und Journalisten der Deutschen Welle und politisch Interessierte sollen ein Zeichen setzen für den kritischen und unabhängigen Journalismus des deutschen Auslandssenders und gegen die Etatkürzungen und Einsparungen bei der Deutschen Welle. Der Demonstrationszug beginnt am 22. April um 14 Uhr an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz in Berlin und endet um 15 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor. Zu den Rednern der Kundgebung wird DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster gehören. Dort wird eine Plastik des Düsseldorfer Karnevalswagenbauers Jacques Tilly enthüllt. Ihr Slogan: „Deutsche Welle gekürzt – Autokraten jubeln.“ Jacques Tilly ist bekannt für seine politisch-satirische Kunst und wurde kürzlich wegen seiner kritischen Arbeiten über Wladimir Putin und den Ukraine-Krieg von einem Moskauer Gericht verurteilt. Bei der Deutschen Welle sind Einsparungen von 21 Millionen Euro vorgesehen, was den Verlust von mindestens 160 Vollzeitstellen bedeutet.

„Ein größeres Geschenk kann Deutschland Autokraten wie Wladimir Putin nicht machen“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. „Ausgerechnet jetzt, da die Demokratie weltweit unter Druck ist, kürzt die Bundesregierung die Mittel für die Deutsche Welle, statt sie aufzustocken.“ Hervorragend ausgebildete und qualifizierte Journalistinnen und Journalisten müssten um ihre Jobs bangen – „unerhört“. Wer das verhindern wolle, müsse am 22. April in Berlin auf die Straße gehen. Beuster: „Kolleginnen und Kollegen, wir zählen auf euch. Die Autokraten dürfen nicht jubeln.“

Bei Rückfragen: Hendrik Zörner

E-Mail: djv@djv.de

Demonstrationen Demokratie International Öffenlich-rechtlicher Rundfunk Personelles Satirefreiheit

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