Mitglied werden
Login Logout Mitglied werden
Warenkorb

Tendenzschutz

Betriebsräte brauchen Zahlen

21.01.2021

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert vom Bundesgesetzgeber eine Präzisierung des Betriebsrätestärkungsgesetzes, das sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindet.

Aus Sicht von Deutschlands größter Journalistenorganisation sollte der Tendenzschutz abgeschafft oder zumindest stark eingeschränkt werden, wenn es um die Bewältigung wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Medienunternehmen, etwa durch die Coronakrise, geht. Die Betriebsräte müssen derzeit ihr Votum zu Maßnahmen wie Kurzarbeit ohne Kenntnis der Wirtschaftsdaten abgeben, weil der Tendenzschutz den Geschäftsleitungen die Geheimhaltung der Zahlen ermöglicht. „Das ist für Betriebsräte wie Fahren ohne Licht in der Finsternis“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Arbeitnehmervertreter hätten ein hohes Maß an Verantwortung für ihre Kolleginnen und Kollegen. „Diese Verantwortung müssen sie auch angemessen wahrnehmen können.“

Als positiv an dem Referentenentwurf bewertet der DJV die Absicht, die Rechte von Betriebsräten gerade in kleinen Unternehmen zu stärken. „Das fängt beim Kündigungsschutz an und hört bei der rechtlichen Zulässigkeit von digitalen Sitzungen und Konferenzen noch nicht auf“, so der DJV-Vorsitzende. Hier bestehe noch Regelungsbedarf in einigen Details, aber die Richtung stimme.

Der DJV hat dem Ministerium seine Stellungnahme zum Referentenentwurf in diesen Tagen zukommen lassen. Das Papier ist auf den Digitalseiten des DJV zu finden: https://bit.ly/3qxgCzR

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

Betriebsrat Zeitungen

Weitere Pressemitteilungen

Appell an Bundestag

15.04.2026

Entlastungsprämie auch für Freie

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Deutschen Bundestag auf, die von der Bundesregierung vorgeschlagene Entlastungsprämie für Angestellte auf Selbstständige auszuweiten.

Mehr
Nach Ungarn-Wahl

13.04.2026

Pressefreiheit wiederherstellen

Der Deutsche Journalisten-Verband gratuliert dem künftigen ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar zu dem haushohen Wahlsieg über den Autokraten Viktor Orbán.

Mehr
Wahl in Ungarn

10.04.2026

Freie Berichterstattung gewährleisten

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die ungarischen Behörden auf, die freie und ungehinderte Berichterstattung über die Parlamentswahlen am 12. April zu gewährleisten.

Mehr
dpa-Tarifabschluss

30.03.2026

Rund 6,5 Prozent mehr

Die Einkommen der Journalistinnen und Journalisten bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) steigen um durchschnittlich 6,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren.

Mehr
El Hotzo

27.03.2026

Sieg für Satirefreiheit

Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt die Entscheidung des Kammergerichts Berlin im Streit um den Satiriker El Hotzo.

Mehr
Nach Übergriffen

26.03.2026

Arbeitgeber in der Pflicht

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die Medienarbeitgeber auf, die Journalistinnen und Journalisten aktiver als bisher gegen Anfeindungen und Diffamierungen zu schützen.

Mehr
Familienministerium

24.03.2026

Jugendmedienprojekt erhalten

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Bundesfamilienministerin Karin Prien auf, das Projekt „nah:dran – Medien für alle“ der Jugendpresse Deutschland zu erhalten.

Mehr
dpa-Warnstreik

20.03.2026

Fairer Tarifabschluss ist gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband hat gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di die fast 800 Beschäftigten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) für den heutigen Freitag zum Warnstreik aufgerufen.

Mehr
Gesetzgebung

18.03.2026

Förderrente auch für Selbstständige

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Regierungskoalition auf, auch Selbstständige in die neue Förderrente einzubeziehen.

Mehr
USA

16.03.2026

Keine Restriktionen gegen Medien

Der Deutsche Journalisten-Verband spricht sich strikt gegen Restriktionen von US-Behörden gegen kritische Medien aus.

Mehr