ZDF-Intendantenwahl
Blick nach vorn richten
Der Deutsche Journalisten-Verband gratuliert Norbert Himmler zu seiner Wiederwahl als Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens.
Himmler war zuvor vom ZDF-Fernsehrat mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt worden. „Für das ZDF kommt es jetzt darauf an, den Blick nach vorn zu richten und Europas größte Sendeanstalt zukunftssicher aufzustellen“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Dem ZDF als wichtige Stütze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks komme dabei die Rolle zu, die journalistischen Angebote gegen Desinformation und staatliche Propaganda, etwa aus Russland, zu behaupten. „Hier haben sich die Mainzer mit ihrem Langzeitprojekt ,Ein ZDF für alle‘ bereits auf den Weg gemacht, den es fortzusetzen gilt“, so Beuster. Der Sender müsse vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses der sozialen Netzwerke auf die Mediennutzung alles daransetzen, die Menschen mit seinen Angeboten zu erreichen. Dafür brauche es eine hochmotivierte Belegschaft: „Norbert Himmler muss dafür sorgen, dass das ZDF weiterhin ein guter Arbeitgeber ist. Nur so wird der Sender auf Dauer neue Talente finden und an sich binden.“
Der DJV-Vorsitzende ruft in dem Zusammenhang zu einer stärkeren Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Sender auf: „Die heftigen bis hämischen Reaktionen von den politischen Rändern auf inhaltliche Fehler bei ZDF und ARD haben erneut deutlich gemacht, dass die Sender im Feuer von rechtsaußen stehen“, sagt Beuster. „Dagegen helfen nur Transparenz bei der Fehleranalyse und Zusammenhalt gegen die Gegner des unabhängigen Journalismus.“
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner
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