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Yücel-Urteil

Diplomatische Konsequenzen gefordert

16.07.2020

Der Deutsche Journalisten-Verband sieht in dem Richterspruch gegen den „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel vom heutigen Donnerstag ein „Willkürurteil, das kritische und unabhängige Berichterstattung dauerhaft kriminalisiert“, wie DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall sagt.

Der Journalist war zuvor in Abwesenheit von einem Istanbuler Gericht wegen Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Vorwürfe der Volksverhetzung und der Propaganda für die Gülen-Bewegung wurden fallen gelassen. „Für die Haftstrafe gibt es keinen auch nur halbwegs nachvollziehbaren Grund“, so Überall.

Der DJV-Vorsitzende fordert das Auswärtige Amt zu diplomatischen Konsequenzen gegenüber der Türkei auf: „Offensichtlich ist Rache das alles bestimmende Motiv der türkischen Justiz gegen die Kritiker von Erdogan und seinem AKP-Regime. Es ist an der Bundesregierung, ein deutliches Zeichen gegen einen möglichen EU-Beitritt der Türkei zu setzen.“




Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner
Bei Rückfragen:
Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

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