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Desinformation

DJV warnt vor Grokipedia

04.11.2025

Der Deutsche Journalisten-Verband warnt vor dem neuen Digitallexikon von Elon Musk namens Grokipedia.

Die Wikipedia-Konkurrenz kann aus Sicht des DJV nicht als ernst zu nehmende Informationsquelle herangezogen werden. „Das gilt insbesondere für uns Journalistinnen und Journalisten“, bekräftigt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Eine stichprobenartige Recherche des DJV in Grokipedia zum Stichwort öffentlich-rechtlicher Rundfunk brachte als Treffer: „linksverzerrtes Medienökosystem“. Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten erhielten „staatliche Mittel, die an Konsensnormen gebunden sind, die abweichende Ansichten zu Themen wie Massenmigration nach 2015 marginalisieren“. Beuster: „Angebliche Konsensnormen stammen aus dem Reich der Fantasie und müssen deshalb als Desinformation eingestuft werden.“ Zur rechtsextremen AfD heißt es bei Grokipedia, die Medienberichterstattung sei einseitig und an Skandalen ausgerichtet. „Die linke institutionelle Verzerrung der deutschen Medien, die sowohl in öffentlichen als auch in privaten Medien aufgrund von redaktionellen Einstellungsmustern und Finanzierungsstrukturen vorherrschen, trägt zu dieser Darstellung bei“, heißt es.

„Grokipedia verbreitet Desinformation und Halbwahrheiten. Das alles verfolgt scheinbar ausschließlich das Ziel, das von Verschwörungstheorien geprägte Weltbild von Elon Musk massenhaft zu verbreiten. Fakten zu verdrehen und zu verzerren ist Propaganda in Reinform“, kritisiert der DJV-Vorsitzende. Als zitationsfähige Informationsquelle für Medienschaffende sei Grokipedia völlig ungeeignet.

Bei Rückfragen: Hendrik Zörner

Email: djv@djv.de

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