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AKW Saporischschja

Freier Medienzugang gefordert

02.09.2022

Der Deutsche Journalisten-Verband protestiert gegen das Verbot russischer Behörden gegen internationale Korrespondenten, das IAEA-Team bei dessen Inspektion des Kernkraftwerks Saporischschja zu begleiten.

Zu der Pressekonferenz mit IAEA-Chef Rafael Grossi am gestrigen Donnerstag vor dem Kernkraftwerk waren nur russische Journalisten zugelassen. Internationale Berichterstatter seien unerwünscht, hieß es von russischer Seite. „Der Zustand von Europas größtem Atomkraftwerk mitten im ukrainischen Kriegsgebiet kann über das Leben und die Gesundheit von Millionen Menschen entscheiden“, sagt der stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. „Da ist die Berichterstattung unabhängiger Journalistinnen und Journalisten von fundamentaler Bedeutung.“ Die russischen Journalisten könnten nicht frei berichten, selbst wenn sie es wollten.

Da die IAEA-Experten weiterhin vor Ort sind, ist die Forderung nach freiem Medienzugang nach Saporischschja auch nach der gestrigen Pressekonferenz aktuell. Beuster: „Bei allem Respekt vor Herrn Grossi sind seine Mitarbeiter vor Ort wahrscheinlich auch auskunftsfähig.“

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

International

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