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Ukrainekrieg

Frontzugang gefordert

18.04.2023

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Kriegsgegner Russland und Ukraine auf, Kriegsberichterstattern den Zugang zu den Frontgebieten zu ermöglichen.

Nur so kann sich die Weltöffentlichkeit ein klares und unabhängiges Bild von dem Kriegsgeschehen machen. Anlass sind neue Bestimmungen der ukrainischen Militärführung, die den Zugang akkreditierter Reporter zu den vordersten Linien ausschließen und Zugangsbeschränkungen für die dahinter liegenden Frontabschnitte vorsehen. Auf russischer Seite ist es staatsunabhängigen Medien seit Kriegsbeginn verwehrt, Kampfgebiete zu besuchen und von dort zu berichten. In der Ukraine wurden seit Februar vergangenen Jahres 15.000 internationale Journalistinnen und Journalisten akkreditiert. Bis März gab es keine Restriktionen durch das Militär. „Dass den Medienschaffenden jetzt Beschränkungen auferlegt werden, verstößt gegen die Freiheit der Berichterstattung“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Dafür gibt es keine nachvollziehbare Begründung.“

Der DJV-Vorsitzende weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass sich nur besonders erfahrene und routinierte Kriegsberichterstatter in den Frontgebieten aufhalten sollten: „Hier ist die Berichterstattung lebensgefährlich.“ In den ersten Kriegswochen waren acht Journalisten bei Kampfhandlungen ums Leben gekommen.

An der Notwendigkeit journalistischer Berichterstattung über den Ukrainekrieg besteht aus Sicht des DJV-Vorsitzenden kein Zweifel: „Die Auswirkungen dieses furchtbaren Kriegs auf die ganze Welt sind in allen Ländern spürbar. Da sind unabhängige und ungefilterte Berichte über das Geschehen an der Front unverzichtbar für Information und Meinungsbildung der Menschen.“

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

Europa International Kriegsberichterstattung Pressefreiheit

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