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DJV-Verbandstag 2019

Für Pressefreiheit kämpfen

03.11.2019

Mit einer kämpferischen Rede eröffnet DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall am heutigen Nachmittag in Berlin den Verbandstag des Deutschen Journalisten-Verbands.

„Das journalistenfeindliche Verhalten bei rechtsextremen Aufmärschen ist keine Ausnahmesituation mehr, es ist für uns zum bedrohlichen Alltag geworden“, sagt Überall. „Wir setzen uns ein für den Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen in ihrem beruflichen Einsatz. Schlimm, dass das in unserer demokratischen Republik überhaupt nötig ist!“ An die Adresse der Bundesregierung gerichtet, kritisiert Überall: „Wir brauchen weder Vorratsdatenspeicherung noch Überwachung durch Geheimdienste – um unseren Beruf ausüben zu können, brauchen wir die grundgesetzlich garantierte Pressefreiheit. Dazu gehört auch, unseren Informantenschutz nicht auszuhöhlen. Im Gegenteil: Er muss verbessert werden! Und dazu gehört, dass man mit einem Presseauskunftsgesetz auf Bundesebene endlich Standards setzt. Ich verstehe nicht, wie man sich dem verweigern kann.“ Er verspricht: „Wir achten auch darauf, dass die Pressefreiheit nicht ersetzt werden darf durch eine Freiheit interessierter Kreise, sich die Presse vom Leib zu halten.“In besonderer Verantwortung sieht der DJV-Vorsitzende die Zeitungsverleger: „Die Redaktionen kaputt zu sparen, führt nicht in den Gewinn-Himmel, sondern in die Hölle der Bedeutungslosigkeit. Das hat der Journalismus in gedruckter Form genauso wenig verdient wie der in anderer Darreichungsform. Und für guten Journalismus, dessen Wertschätzung und auch dessen anständige Bezahlung werden wir als Gewerkschaft und Berufsverband immer kämpfen.“ Mit einem Appell an die Solidarität im DJV beendet Frank Überall <link file:1083823>seine Rede. Auf dem DJV-Verbandstag vom 3. bis 5. November wird sich der freie Journalist Frank Überall erneut zur Wahl stellen.Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:Hendrik ZörnerBei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13Die DJV-Pressestelle ist während des Verbandstags vom 3. bis 5. November telefonisch erreichbar unter (030) 2605-3401.

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