Mitglied werden
Login Logout Mitglied werden
Warenkorb

Türkei

Gericht muss Recht durchsetzen

16.04.2020

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft das türkische Verfassungsgericht auf, das am 14. April vom Parlament in Ankara beschlossene Gesetz zur Freilassung von Gefangenen in der vorliegenden Form zurück zu weisen und es vielmehr auch auf politische Gefangene und Journalisten zu erstrecken.

Als Maßnahme der Türkei zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatte das Parlament beschlossen, rund 90.000 Häftlinge vorzeitig aus den Gefängnissen zu entlassen. Davon ausgenommen sind politische Gefangene und Journalisten, die wegen angeblicher Terrorpropaganda einsitzen. Dagegen zog die türkische Opposition vor das Verfassungsgericht des Landes. „Die angebliche Terrorpropaganda, die unseren türkischen Kollegen vorgeworfen wird, ist kritische und regierungsunabhängige Berichterstattung, die in Demokratien als Wesensmerkmal des Journalismus anerkannt ist“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall.Erst im Februar hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Türkei verurteilt, gegen das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit verstoßen zu haben. In dem Fall ging es um den Journalisten Aziz Özer, dem das Land Terrorpropaganda vorgeworfen hatte (Az. 69270/12). Der Gerichtshof kam zu dem Schluss, dass Özer keine strafbaren Handlungen begangen habe und deshalb nicht juristisch verfolgt werden darf. „Das Urteil zeigt, was vom Vorgehen der Türkei gegen kritische Journalisten juristisch zu halten ist“, so der DJV-Vorsitzende. Es sei wünschenswert, wenn die europäischen Institutionen Stellung beziehen würden gegen die allein machtpolitisch motivierte Beschränkung des Gesetzes zur Freilassung von Gefangenen: „Dutzende von Journalisten sitzen in türkischen Gefängnissen statt in Redaktionsstuben.“ Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:Hendrik ZörnerBei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

Europa International

Weitere Pressemitteilungen

Medienauskunftsgesetz

05.05.2026

Bundestag muss Ernst machen

Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt den Gesetzentwurf von Bündnis 90/Die Grünen für ein Medienauskunftsgesetz.

Mehr
Stuttgarter Erklärung

02.05.2026

Özdemir soll Pressefreiheit verteidigen

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die künftige Landesregierung von Baden-Württemberg dazu auf, sich die Verteidigung und den Ausbau der Pressefreiheit zu einer ihrer Kernaufgaben zu machen.

Mehr
WDR und NDR

30.04.2026

Konstruktive Verhandlungen gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den WDR und den NDR zu konstruktiven Tarifverhandlungen auf.

Mehr
Trump contra Kimmel

29.04.2026

Satirefreiheit ist Grundrecht

Der Deutsche Journalisten-Verband nimmt den US-Talkshowmoderator Jimmy Kimmel gegen den Terrorvorwurf von US-Präsident Donald Trump in Schutz.

Mehr
Verschleppte Journalistin

22.04.2026

Voller Einsatz vom AA gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Bundesaußenminister Johann Wadephul auf, sich bei der syrischen Übergangsregierung für die sofortige Freilassung der deutschen Journalistin Eva Maria Michelma …

Mehr
Deutsche Welle-Demo

21.04.2026

Autokraten dürfen nicht jubeln

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Für eine starke Deutsche Welle! Für Dialog und Medienfreiheit – weltweit“ am 22. April in Berlin auf.

Mehr
Appell an Bundestag

15.04.2026

Entlastungsprämie auch für Freie

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Deutschen Bundestag auf, die von der Bundesregierung vorgeschlagene Entlastungsprämie für Angestellte auf Selbstständige auszuweiten.

Mehr
Nach Ungarn-Wahl

13.04.2026

Pressefreiheit wiederherstellen

Der Deutsche Journalisten-Verband gratuliert dem künftigen ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar zu dem haushohen Wahlsieg über den Autokraten Viktor Orbán.

Mehr
Wahl in Ungarn

10.04.2026

Freie Berichterstattung gewährleisten

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die ungarischen Behörden auf, die freie und ungehinderte Berichterstattung über die Parlamentswahlen am 12. April zu gewährleisten.

Mehr
dpa-Tarifabschluss

30.03.2026

Rund 6,5 Prozent mehr

Die Einkommen der Journalistinnen und Journalisten bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) steigen um durchschnittlich 6,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren.

Mehr