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Journalismus

Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen

10.03.2026

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die Redaktionen dazu auf, noch mehr Sorgfalt als bisher auf die Recherche und die Überprüfung von Informationen zu legen.

Das gilt insbesondere für Themen, die Social Media als Quelle haben. Der DJV reagiert damit auf Fernsehberichte über den angeblichen Sozialschmarotzer Yannis B., die sich inzwischen als falsch herausgestellt haben. Besondere Sorgfalt müssen Redaktionen auch auf den Umgang mit Künstlicher Intelligenz legen, wie die sogenannten KI-Fakes des ZDF gezeigt haben. „Wir Journalistinnen und Journalisten sind nicht fehlerfrei“, räumt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster ein, „aber wir müssen alles dafür tun, dass Patzer die absolute Ausnahme bleiben.“ Die heftigen öffentlichen Reaktionen auf Fehler in der Berichterstattung seien ein Beleg für die veränderte Toleranzschwelle in der Gesellschaft. „Wir dürfen unsere Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen“, so Beuster.

Der DJV-Vorsitzende weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass eine ausreichende personelle Ausstattung der Redaktionen ebenso unverzichtbar sei wie die laufende Fortbildung der Journalistinnen und Journalisten. „Wir dürfen von dem rasanten Fortschritt der KI-Anwendung nicht überrollt werden.“ Dafür müssten Verleger und Sender die nötigen Mittel zur Verfügung stellen und Zeitkorridore schaffen, die der Weiterbildung vorbehalten sind.

Bei Rückfragen: Hendrik Zörner

E-Mail: djv@djv.de

Social Media Künstliche Intelligenz Desinformation Qualität im Journalismus

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