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Mordaufrufe

Hartes Vorgehen gefordert

05.01.2022

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf, hart und entschlossen gegen die Absender von Mord- und Gewaltaufrufen im Messangerdienst Telegram vorzugehen.

Deutschlands größte Journalistenorganisation reagiert damit auf Recherchen von Tagesschau.de, nach denen seit Mitte November 250 Tötungsaufrufe in Telegram-Chaträumen gefunden wurden. Sie richten sich unter anderem gegen Politiker, Wissenschaftler, Ärzte und Journalisten. Nach den Recherchen soll das nur die Spitze des Eisbergs sein, da die meisten Chatgruppen nicht einsehbar sind. „Wir Journalistinnen und Journalisten erleben die Anfeindungen aus dem Lager von Impfgegnern und Coronaleugnern tagtäglich“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Die Mordaufrufe zeigten, dass der Hass auf Journalisten keine Grenzen mehr kenne.

Der DJV-Vorsitzende erinnert in dem Zusammenhang daran, dass die neue Innenministerin bei ihrem Amtsantritt ein entschlossenes Vorgehen gegen den Extremismus angekündigt habe: „Frau Faeser, lassen Sie den Worten Taten folgen. Die Lage ist ernst.“

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

Online-Journalismus

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