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Genfer Konvention

Keine Drohnen gegen Journalisten

06.11.2025

Der Deutsche Journalisten-Verband appelliert an die russische Führung, sofort mit dem Drohnenbeschuss von Kriegsberichterstattern in der Ukraine aufzuhören.

Anlass ist ein Bericht über offenbar gezielte Angriffe auf Journalisten, zum Teil weit hinter der Frontlinie. Viele von ihnen waren durch Pressewesten für die Drohnenpiloten klar als Medienschaffende zu erkennen. „Das kann die russische Führung nicht als bedauerliche Kollateralschäden abtun“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. „Offenbar will Wladimir Putin verhindern, dass die Wahrheit über den brutalen Angriffskrieg auf die Ukraine ans Licht kommt. Anders lassen sich die Drohnenangriffe nicht erklären.“ Dass häufig nach Angriffen auf Journalisten in den russischen sozialen Netzwerken von erfolgreichen Schlägen gegen Nato-Propagandisten die Rede ist, nennt Beuster den „Gipfel des Zynismus“. Nach Angaben des ukrainischen Journalistenverbands kamen seit Kriegsbeginn 21 Medienvertreter bei Ausübung ihres Berufs ums Leben. Nicht immer lässt sich feststellen, ob die Journalisten gezielt ins Visier genommen wurden.

Der DJV-Vorsitzende weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass Berichterstatter nach der Genfer Konvention als Zivilisten gelten, die von Kriegsparteien geschützt werden müssen: „Das gilt auch für Russland.“

Bei Rückfragen: Hendrik Zörner

Email: djv@djv.de

Sicherheit Pressefreiheit Kriegsberichterstattung International Gewalt gegen Medienschaffende

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