Gendern
Klartext vom Deutschen Kulturrat
Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt ausdrücklich die Resolution des Deutschen Kulturrats, die sich für Vielfalt in der Sprache und gegen staatliche Vorschriften stark macht.
Darin heißt es: „Weder bestand in der Vergangenheit noch existiert aktuell ein Gebot, geschlechtergerechte Sprache im Kulturbereich zu verwenden. Ihr Gebrauch oder Nicht-Gebrauch ist eine freie Entscheidung der betreffenden Institutionen und Personen.“ Und weiter: „Aufgrund der grundgesetzlich garantierten Medien- und Kunstfreiheit kann und darf es kein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Kunst, Kultur und Medien geben.“ Damit bezieht der Kulturrat eindeutig Stellung gegen den von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hergestellten Zusammenhang zwischen dem Rundfunkbeitrag und gendergerechter Sprache in den Programmen der Öffentlich-Rechtlichen. „Es muss auch weiterhin die Entscheidung der Redaktionen sein, ob oder wie sie gendern“, betont die stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Anne Webert. „Gut, dass das auch der Deutsche Kulturrat so sieht.“
Die stellvertretende DJV-Vorsitzende weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass Wolfram Weimer an die Stelle von ministerieller Dauerkritik am Rundfunk die Wertschätzung journalistischer Arbeit rücken sollte: „Als ehemaliger Mann der Medien müsste Weimer wissen, wo uns Journalistinnen und Journalisten der Schuh drückt“, so Webert. „Da kommt leider viel zu wenig von ihm.“
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner
E-Mail: djv@djv.de