Mitglied werden
Login Logout Mitglied werden
Warenkorb

Vorauseilender Gehorsam

Nicht vor MAGA-Kult einknicken

18.09.2025

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die Verantwortlichen der großen US-Medien dazu auf, ihren Journalistinnen und Journalisten den Rücken zu stärken, statt in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der Trump-Regierung kritische Stimmen nicht mehr zu Wort kommen zu lassen.

Auslöser ist die Absetzung der Sendung „Jimmy Kimmel Live“ durch den Fernsehsender ABC. Kommentare von Jimmy Kimmel über den erschossenen MAGA-Aktivisten Charlie Kirk seien „in einer kritischen Phase unseres nationalen politischen Diskurses beleidigend und unsensibel“, hieß es. Zuvor hatte der Sender CBS das Aus für die Show des Trump-Kritikers Stephen Colbert verkündet. Parallel droht US-Präsident Donald Trump liberalen Leitmedien wie der New York Times und dem Wall Street Journal mit Milliardenklagen wegen deren kritischer Berichterstattung. „Wir beobachten eine galoppierende Erosion der Presse- und Meinungsfreiheit in den USA“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. „Dass Trump und sein MAGA-Gefolge aus allen Rohren gegen Medienschaffende schießen, erinnert an das Gebaren autokratischer Machthaber.“ In dieser Situation benötigten Journalisten die uneingeschränkte Unterstützung ihrer Sender und Zeitungen. „ABC und CBS unterliegen einem Trugschluss. Ihre Liebedienerei gegenüber Trump bringt ihnen keine Ruhe, sondern wird weiteren Druck zur Folge haben.“

Die massiven Attacken gegen kritische Journalistinnen und Journalisten nach dem Kirk-Attentat nähmen auch in Deutschland zu, so der DJV-Vorsitzende. „Hier wird der Druck nicht von der Regierung ausgeübt, sondern von Rechtspopulisten und fanatischen Medienhassern in den sozialen Netzwerken.“ Es sei ein Alarmsignal für den demokratischen Diskurs, dass etwa ZDF-Moderatorin Dunja Hayali für eine kritische Moderation zum Fall Kirk mit Hasskommentaren und Morddrohungen überschüttet werde. Beuster: „Das darf nicht Schule machen. Die Hater dürfen nicht den gesellschaftlichen Mainstream bestimmen.“

Bei Rückfragen: Hendrik Zörner

Email: djv@djv.de

International Pressefreiheit Demokratie Medienpolitik

Weitere Pressemitteilungen

USA

16.03.2026

Keine Restriktionen gegen Medien

Der Deutsche Journalisten-Verband spricht sich strikt gegen Restriktionen von US-Behörden gegen kritische Medien aus.

Mehr
ZDF-Intendantenwahl

13.03.2026

Blick nach vorn richten

Der Deutsche Journalisten-Verband gratuliert Norbert Himmler zu seiner Wiederwahl als Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens.

Mehr
Journalismusförderung

11.03.2026

Medienvielfalt erhalten

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft zur Förderung des unabhängigen Journalismus auf, um die Medienvielfalt in Deutschland zu erhalten.

Mehr
Journalismus

10.03.2026

Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die Redaktionen dazu auf, noch mehr Sorgfalt als bisher auf die Recherche und die Überprüfung von Informationen zu legen.

Mehr
Reform von ARD und ZDF

05.03.2026

Jobs müssen Priorität haben

Der Deutsche Journalisten-Verband mahnt die Verantwortlichen von ARD und ZDF, bei der Umsetzung des Reformstaatsvertrags alle redaktionellen Arbeitsplätze zu erhalten.

Mehr
Pressefreiheit in Europa

04.03.2026

Konzertierte Aktion nötig

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Europarat auf, das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit in seinen Mitgliedstaaten ohne jede Einschränkung durchzusetzen.

Mehr
Betriebsratswahlen

27.02.2026

DJV ruft zur Teilnahme auf

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft alle Medienschaffenden in Verlagen, Privatsendern und Nachrichtenagenturen zur Teilnahme an den diesjährigen Betriebsratswahlen auf.

Mehr
Eisschnelllauf-Gemeinschaft

26.02.2026

Protest gegen Hausverbot

Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die Beschränkung kritischen Journalismus durch die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG).

Mehr
Appell an Wadephul

23.02.2026

Türkischen Botschafter einbestellen

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Bundesaußenminister Johann Wadephul auf, den türkischen Botschafter einzubestellen.

Mehr
Deutsche Welle

19.02.2026

Warum schweigt Weimer?

Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die massiven Einsparungen bei der Deutschen Welle, die bei einer Sondersitzung der Gremien beschlossen wurden.

Mehr