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ARD-Vorsitz

Reformen mit Augenmaß

29.12.2022

Der Deutsche Journalisten-Verband erwartet von SWR-Intendant Kai Gniffke mit der Übernahme des ARD-Vorsitzes zum 1. Januar 2023, die anstehenden Reformen bei der ARD mit Rücksicht auf die Mitarbeitenden und das Programm anzugehen.

„Eine ARD-Reform darf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Leuchtturm des unabhängigen Journalismus nicht gefährden. Das braucht Augenmaß bei jeder einzelnen Entscheidung“, mahnt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Wir nehmen Herrn Gniffke beim Wort: Wir dürfen nicht immer nur vom Schrumpfen reden.“ Das hatte der SWR-Intendant im gemeinsamen Spiegel-Interview mit WDR-Intendant Tom Buhrow vom 16. Dezember so formuliert.

Die notwendigen Veränderungen in der ARD dürften nicht auf Kosten der freien und festangestellten Beschäftigten gehen, so der DJV-Vorsitzende. „Die Journalistinnen und Journalisten der ARD leisten Herausragendes und mussten schon viel zurückstecken. Dafür gebührt ihnen Anerkennung und nicht weitere, endlose Sparrunden.“

Sachverstand und Kreativität der festen und freien Mitarbeitenden sollten bei Reformen systematisch eingebunden werden, fordert Überall. „Wir Journalistinnen und Journalisten verschließen uns Neuerungen und Verschiebungen programmlicher Schwerpunkte nicht – aber sie müssen dem öffentlich-rechtlichen Auftrag folgen und brauchen stets engagierte, professionelle Macherinnen und Macher.“

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Paul Eschenhagen

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

Öffenlich-rechtlicher Rundfunk

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