Sexarbeit
Respektvoll berichten
Der Deutsche Journalisten-Verband und der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) haben am heutigen Donnerstag eine gemeinsam entwickelte Handreichung für Medienschaffende vorgestellt.
Ziel dieses Leitfadens ist, Journalistinnen und Journalisten fundierte Hinweise sowie praxisnahe Tipps für die Recherche und Berichterstattung rund um das Thema Sexarbeit zu bieten. „Sexarbeit ist ein oft polarisierendes Thema. Die gemeinsame Publikation unserer Verbände unterstützt Medienschaffende dabei, gängige Klischees und Vorurteile zu vermeiden – und stattdessen eine realitätsnahe, respektvolle und professionelle Berichterstattung zu fördern“, sagt Mariana Friedrich, stellvertretende Bundesvorsitzende des DJV.
„Sexarbeit ist ein Arbeitsfeld mit eigenen Herausforderungen, aber auch mit eigenen Perspektiven. Wir freuen uns, dass der DJV gemeinsam mit unserem Berufsverband Medienschaffenden das nötige Werkzeug an die Hand gibt, um verantwortungsvoll über dieses Thema zu berichten“, sagt Nicole Schulze, Vorstandsvorsitzende im BesD.
Innerhalb des DJV hat sich der Bundesfachausschuss Chancengleichheit und Diversity für die Handreichung engagiert. Sie enthält beispielsweise Hinweise zu Begrifflichkeiten und Formulierungen, gibt Tipps für respektvolle Interviewführung, empfiehlt Recherchequellen und Kontaktpersonen und erläutert rechtliche Rahmenbedingungen sowie ethische Standards. „Gute journalistische Arbeit braucht gute Grundlagen. Mit dieser Handreichung schaffen wir Orientierung für eine faire, fundierte und ausgewogene Berichterstattung über Sexarbeit – jenseits von Stigma und Sensationslust“, sagt Harriet Langanke, die als Journalistin und Sexualwissenschaftlerin maßgeblich an der Redaktion beteiligt war.
Die Handreichung steht ab sofort als PDF auf der DJV-Homepage unter www.djv.de/handreichung1 kostenfrei zum Download zur Verfügung. Eine Druckversion ist ebenfalls erhältlich.
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner
Email: djv@djv.de