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Übergriffe

Rundfunk entfernt Logos

16.10.2020

Mit Bestürzung reagiert der Deutsche Journalisten-Verband auf die Entscheidung des niederländischen Rundfunks NOS, die Logos des Senders von den Dienstfahrzeugen zu entfernen.

Dies geschieht nach NOS-Angaben zum Schutz der Journalisten und des technischen Equipments in den Fahrzeugen. Grund dafür sind massiv zunehmende Attacken gegen Mitarbeiter und Fahrzeuge. Innerhalb eines Jahres soll es mehr als 100 Übergriffe gegeben haben. „Das ist erschreckend“, kommentiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Die Entscheidung, die Fahrzeuge zu anonymisieren, sei offenbar als Schutzmaßnahme gegen Medienfeinde unumgänglich geworden. „Schlimm, dass Journalistinnen und Journalisten des Rundfunks jetzt in der Öffentlichkeit untertauchen müssen, um noch ihren Job machen zu können.“

Der DJV-Vorsitzende ermuntert die niederländischen Kollegen, alle Fälle von Feindseligkeiten und Übergriffen der Polizei zu melden. Die Ermittlungsbehörden müssten diese Fälle mit Priorität aufzuklären versuchen. Überall: „Wer Gewalt gegen Journalisten ausübt, hat das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit im Visier. Das ist nirgendwo akzeptabel, weder in Deutschland noch in den Niederlanden.“

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

Europa Öffenlich-rechtlicher Rundfunk

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