Mitglied werden
Login Logout Mitglied werden
Warenkorb

Daniel Günther

Schock über Zensurforderung

12.01.2026

ERGÄNZUNG VOM 20.01.26: Unsere Pressemitteilung vom 12. Januar war nicht geglückt. Wir haben den Fehler gemacht, zu versuchen, ein komplexes Thema zuzuspitzen. Das ist nicht wirklich gelungen, was wir bedauern. Die Klarstellung von Daniel Günther am 12. Januar gegenüber den Kieler Nachrichten haben wir am 13. Januar öffentlich begrüßt und halten diese im Zuge der gesamten Debatte für wichtig und schlüssig.

Der Deutsche Journalisten-Verband ist schockiert über die Forderung von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach Zensurmaßnahmen gegen kritische Nachrichtenportale.

Günther hatte in der Fernsehsendung Markus Lanz populistische Nachrichtenportale und gewisse Akteure innerhalb der sozialen Netze als „Gegner und Feinde der Demokratie“, gegen die man sich politisch und gesellschaftlich wehren müsse, bezeichnet. Auf die Nachfrage von Lanz, ob er damit auch Regulierung, Zensur oder Verbot meine, antwortete er klar mit dem Wort: „Ja“. DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster sieht darin einen gravierenden Widerspruch zum Grundgesetz, in dem es heißt: „Eine Zensur findet nicht statt.“ Eine Amtsperson, die ein Ministerpräsident sei, dürfe sich nicht über die Verfassung hinwegsetzen: „Wenn sich Daniel Günther über Nius und andere ärgert, darf die Antwort nicht Zensur oder gar Verbot heißen“, so Beuster. Für Streitfragen zur journalistischen Qualität sei der Deutsche Presserat zuständig und nicht der Staat.

Handlungsbedarf sieht der DJV-Vorsitzende hingegen in der Verbreitung von Desinformation, Hass und Drohungen in sozialen Netzwerken: „Hier gibt es eindeutig zu wenig Staat statt zu viel.“ Betroffene, darunter auch immer wieder Journalistinnen und Journalisten, seien Hetzkampagnen schutzlos ausgeliefert. „Strafanzeigen verlaufen oft im Sande. Hier besteht für den Staat Nachholbedarf – und sei es nur schon durch mehr qualifiziertes Personal in der Justiz.“

Bei Rückfragen: Hendrik Zörner

djv@djv.de

Demokratie Desinformation Qualität im Journalismus
DJV an Weimer

15.09.2026

ARD und ZDF stehen nicht zur Disposition

Berlin, 15.09.2026 – Der Deutsche Journalisten-Verband warnt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eindringlich davor, eine Zusammenlegung von ARD-Anstalten sowie eine Privatisierung des ZDF auch nur al …

Mehr
logo!-Interview

15.09.2026

Absetzung ist einzig richtige Entscheidung

Der Deutsche Journalisten-Verband bewertet die Absetzung des Interviews mit dem AfD-Politiker Enrico Schult durch die Redaktion der ZDF-Kindernachrichtensendung „logo!“ als die einzig richtige Entsche …

Mehr
Branchenkampagne

11.09.2026

DJV beteiligt sich an Demokratie-Aktion

Der Deutsche Journalisten-Verband beteiligt sich an der bundesweiten Initiative „Demokratie braucht viele Stimmen“.

Mehr
Mitbestimmung

09.09.2026

DJV gegen Einschränkungen

Der Deutsche Journalisten-Verband weist die Forderungen der Arbeitgeberverbände nach einer Einschränkung der Rechte von Betriebsräten entschieden zurück.

Mehr
Siegmunds Rundfunkdrohung

06.09.2026

Hände weg vom MDR!

Der Deutsche Journalisten-Verband protestiert gegen die Ankündigung des AfD-Politikers Ulrich Siegmund, den MDR-Staatsvertrag kündigen zu wollen.

Mehr
Landtagswahl Sachsen-Anhalt

03.09.2026

DJV fordert Schutz von Journalisten am Wahltag 6.09.

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Polizei auf, die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten am Tag der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt konsequent zu schützen.

Mehr
Tarifverhandlungen Deutsche Welle

02.09.2026

DJV fordert sieben Prozent mehr

Mit der Forderung nach sieben Prozent mehr Einkommen für die Journalistinnen und Journalisten startet der Deutsche Journalisten-Verband in die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Welle.

Mehr
US-Akkreditierungen

31.08.2026

Klingbeil soll sich einsetzen

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Vizekanzler Lars Klingbeil auf, sich bei dem G20-Treffen am heutigen Montag für die Akkreditierungen kritischer Medien einzusetzen.

Mehr
Aus für Lokalteile von DIE WELT

27.08.2026

Weiteres Ausdünnen des journalistischen Angebots

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisiert das Aus der Lokalausgaben von DIE WELT / WELT am Sonntag in Hamburg und Nordrhein-Westfalen zum Jahresende 2026. Der Axel-Springer-Verlag wird aufgef …

Mehr
US-Visa für Journalisten

25.08.2026

DJV fordert von Regierung Einsatz für US-Journalistenvisa

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert die Bundesregierung auf, gegenüber der US-Administration gegen die geplante Kürzung der Visa-Laufzeiten für internationale Journalistinnen und Journalis …

Mehr

Erhalte kostenfrei unseren Newsletter

Nichts mehr verpassen, wo auch immer du gerade bist! Die wöchentlichen DJV-news bieten dir einen Überblick über aktuelle Themen im Journalismus und die neuesten Aktionen des DJV.

Newsletter bestellen