Mitglied werden
Login Mitglied werden

Künstliche intelligenz

Transparenz unverzichtbar

05.12.2023

Der Deutsche Journalisten-Verband warnt anlässlich der entscheidenden Sitzung am morgigen Mittwoch im Rahmen der Trilog-Verhandlungen zur KI-Verordnung auf europäischer Ebene davor, auf die notwendige Transparenzpflicht zu verzichten.

Die vom deutschen Bundeskanzler sowie den Regierungen von Frankreich und Italien favorisierte freiwillige Selbstverpflichtung der KI-Entwickler führt aus Sicht zahlreicher Medienorganisationen, darunter der DJV, dazu, dass die geistigen Werke von Urheberinnen und Urhebern weiterhin ohne jede Vergütung in die Künstliche Intelligenz einfließen. DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster hält das Vorgehen der Bundesregierung für „unverantwortlich gegenüber der gesamten Kunst- und Kreativbranche“ in Deutschland: „Das begünstigt die Big-Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley und ein kleines Unternehmen aus Deutschland zulasten von hunderttausenden Arbeitsplätzen in Journalismus und Kreativwirtschaft.“ Es sei ihm schleierhaft, wie die Bundesregierung so blauäugig an dieses wichtige Zukunftsthema herangehen könne. „Wir verscherbeln unser geistiges Eigentum, um es dann von Microsoft oder Meta zurückzukaufen.“

Der DJV-Vorsitzende weist darauf hin, dass der im Europaparlament gefundene Kompromiss zum sogenannten AI-Act die Interessen von Entwicklern, Kreativen und Nutzern miteinander in Einklang bringe. Beuster: „Der politische Kompromiss ist der einzig richtige Weg zu dem Ziel einer zukunftsfähigen Lösung.“ Die Bundesregierung müsse sich darüber im Klaren sein, dass der Fortbestand des kritischen und menschengemachten Journalismus auf dem Spiel stehe. Transparenzpflichten seien unverzichtbar für aufgeklärte Mediennutzer.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, djv@misaificadjv.de

Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de


DJV-Kommunikation

Ansprechpartner:innen

Hendrik Zörner

Pressesprecher, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
+493072627920 Torstr. 49, 10119 Berlin

Claudine Hengstenberg-Photiadis

Assistentin für die DJV-Kommunikation

Iliana Subasic

Office Managerin für die DJV-Kommunikation
+493072627920 Torstr. 49, 10119 Berlin

Weitere Pressemitteilungen

Madsack-Pläne

24.06.2024

Keine einsamen Entscheidungen

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Geschäftsführung des Medienkonzerns Madsack auf, Pläne über eine Zentralisierung der Zeitungstitel nicht weiter zu verfolgen.

Mehr
Slowakischer Rundfunk

21.06.2024

EU muss handeln

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die EU-Kommission zur Einleitung eines Rechtsstaatsverfahrens gegen die Slowakei auf.

Mehr
Rundfunkkommission

19.06.2024

Bedauern über Dreyers Rücktritt

Der Deutsche Journalisten-Verband bedauert den Rücktritt der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer, über den am Nachmittag informiert werden soll.

Mehr
ARD-Intendanten

17.06.2024

Bewegung im Tarifkonflikt gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Intendantinnen und Intendanten der ARD-Anstalten zu Bewegung und Verhandlungsbereitschaft im Tarifkonflikt um höhere Einkommen der Beschäftigten auf.

Mehr
Evan Gershkovich

14.06.2024

Kein Prozess, sondern Freiheit

Der Deutsche Journalisten-Verband protestiert gegen die Ankündigung der russischen Generalstaatsanwaltschaft, den seit mehr als 14 Monaten inhaftierten US-Journalisten Evan Gershkovich wegen Spionage  …

Mehr
KI-Nutzung

13.06.2024

Meta soll einlenken

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Facebook-Mutterkonzern Meta auf, die Verwendung von Nutzerinhalten für das Training von Künstlicher Intelligenz von der aktiven Zustimmung der User abhäng …

Mehr
Springer

11.06.2024

Alle Arbeitsplätze erhalten

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Springer-Verlag auf, alle Arbeitsplätze der Titel Computer Bild und Auto Bild zu erhalten, auch wenn die Redaktionen nach Berlin umziehen müssen und mit B …

Mehr
Medienunternehmen

10.06.2024

Schutzkodex beitreten

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Medienunternehmen auf, dem Schutzkodex für Journalistinnen und Journalisten beizutreten.

Mehr
UKW-Abschaltung

07.06.2024

Einheitlichkeit gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert von den Ländern ein einheitliches Vorgehen bei der geplanten Abschaltung des Sendebetriebs für den UKW-Hörfunk.

Mehr
Rundfunkbeitrag

04.06.2024

Länderchefs sollen Weg ebnen

Der Deutsche Journalisten-Verband unterstützt den rundfunkpolitischen Appell zur Anhebung des Rundfunkbeitrags, den zahlreiche Mitglieder öffentlich-rechtlicher Aufsichtsgremien am gestrigen Montag an …

Mehr