Mitglied werden
Login Logout Mitglied werden
Warenkorb

Tarifverhandlungen Zeitschriften-Redakteure

Verlegerangebot führt zu Reallohnverlust

07.03.2025

Mit einem enttäuschenden Verleger-Angebot ist heute die 3. Runde der Tarifverhandlungen zum Gehaltstarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften in Hamburg zu Ende gegangen.

„Das Angebot der Zeitschriftenverleger würde zu einem erneuten Reallohnverlust führen – das ist gerade mit Blick auf die tagtäglich von den Redakteurinnen und Redakteuren erbrachten großen Leistungen nicht annehmbar“, erklärt DJV-Verhandlungsführer Christian Wienzeck.

Der Medienverband der Freien Presse (MVFP) hatte bei einer 33-monatigen Laufzeit bis zum 30.06.2027 angeboten, den Volontärinnen und Volontären 2,5 Prozent in 2025 und weitere 2,5 Prozent in 2026 zuzahlen. Redakteurinnen und Redakteure bis 9. Berufsjahr sollen ebenfalls in zwei Stufen insgesamt 4 Prozent erhalten, so die Verleger. Für Redakteurinnen und Redakteure ab dem 10. Berufsjahr sehen die Zeitschriftenverleger insgesamt nur 3 Prozent vor. Gleiches gilt für die Führungskräfte ab Tarifgruppe II.

Zur Einbeziehung der Onliner in den Gehaltstarifvertrag haben DJV und ver.di einen entsprechenden Textentwurf vorgelegt, der ausführlich diskutiert wurde. Die Verhandlung dazu soll in der nächsten Runde fortgesetzt werden.

„Die Kombination aus dem Auslaufen der Inflationsausgleichsprämie im Herbst letzten Jahres und der wieder ansteigenden Inflation führt zu einem deutlich spürbaren Gehaltsverlust für die Kolleginnen und Kollegen“, so DJV-Verhandlungsführer Christian Wienzeck. „Unsere Aufgabe muss es sein, diesen Lohnverlust zu verhindern.“

Der DJV fordert in den Verhandlungen mit dem MVFP eine Gehaltserhöhung für festangestellte Redakteurinnen und Redakteure in Höhe 9,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie die Erweiterung des Geltungsbereichs des GTV auf die Onliner.

Die Verhandlungen, an denen auch ver.di teilnimmt, werden am 7. April in Berlin fortgesetzt.

Bei Rückfragen: Claudine Hengstenberg-Photiadis

Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

Tarife Zeitschriften

Weitere Pressemitteilungen

Medienauskunftsgesetz

05.05.2026

Bundestag muss Ernst machen

Der Deutsche Journalisten-Verband begrüßt den Gesetzentwurf von Bündnis 90/Die Grünen für ein Medienauskunftsgesetz.

Mehr
Stuttgarter Erklärung

02.05.2026

Özdemir soll Pressefreiheit verteidigen

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die künftige Landesregierung von Baden-Württemberg dazu auf, sich die Verteidigung und den Ausbau der Pressefreiheit zu einer ihrer Kernaufgaben zu machen.

Mehr
WDR und NDR

30.04.2026

Konstruktive Verhandlungen gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den WDR und den NDR zu konstruktiven Tarifverhandlungen auf.

Mehr
Trump contra Kimmel

29.04.2026

Satirefreiheit ist Grundrecht

Der Deutsche Journalisten-Verband nimmt den US-Talkshowmoderator Jimmy Kimmel gegen den Terrorvorwurf von US-Präsident Donald Trump in Schutz.

Mehr
Verschleppte Journalistin

22.04.2026

Voller Einsatz vom AA gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert Bundesaußenminister Johann Wadephul auf, sich bei der syrischen Übergangsregierung für die sofortige Freilassung der deutschen Journalistin Eva Maria Michelma …

Mehr
Deutsche Welle-Demo

21.04.2026

Autokraten dürfen nicht jubeln

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Für eine starke Deutsche Welle! Für Dialog und Medienfreiheit – weltweit“ am 22. April in Berlin auf.

Mehr
Appell an Bundestag

15.04.2026

Entlastungsprämie auch für Freie

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Deutschen Bundestag auf, die von der Bundesregierung vorgeschlagene Entlastungsprämie für Angestellte auf Selbstständige auszuweiten.

Mehr
Nach Ungarn-Wahl

13.04.2026

Pressefreiheit wiederherstellen

Der Deutsche Journalisten-Verband gratuliert dem künftigen ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar zu dem haushohen Wahlsieg über den Autokraten Viktor Orbán.

Mehr
Wahl in Ungarn

10.04.2026

Freie Berichterstattung gewährleisten

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die ungarischen Behörden auf, die freie und ungehinderte Berichterstattung über die Parlamentswahlen am 12. April zu gewährleisten.

Mehr
dpa-Tarifabschluss

30.03.2026

Rund 6,5 Prozent mehr

Die Einkommen der Journalistinnen und Journalisten bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) steigen um durchschnittlich 6,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren.

Mehr