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RTL-Kahlschlag

Was bleibt vom Journalismus übrig?

08.01.2026

Der Deutsche Journalisten-Verband sieht die journalistischen Inhalte und Formate im Programm des Privatsenders RTL in großer Gefahr.

Anlass sind die Sparpläne, die die Streichung von rund 600 Stellen, davon 230 im Nachrichtenbereich von RTL news, vorsehen. Die Magazine Gala bei RTL und Prominent bei Vox sollen wegfallen, bei RTL und ntv soll es ein gemeinsames Morgenprogramm geben. Ferner sind zentrale, plattformübergreifende Newsrooms in Berlin und Köln geplant. „Was bleibt vom Journalismus bei RTL und seinen Töchtern noch übrig?“ fragt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Er sieht in den Sparplänen nicht nur verheerende Auswirkungen auf die journalistischen Arbeitsplätze bei dem Privatsender, sondern auch starke Einbußen an Meinungsvielfalt: „Wenn überall das gleiche läuft, schadet das massiv der Zuschauerbindung.“

Positiv an den Details der Einsparungen ist aus Sicht des DJV-Vorsitzenden nur, dass auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden soll. Beuster: „Wir zählen da auf die Zusagen des RTL-Managements.“ Und auch der ausgehandelte Sozialplan sei ein „Lichtblick“ für die Betroffenen. In Abhängigkeit von der Dauer der Betriebszugehörigkeit sollen freiwillig ausscheidende Mitarbeitende einen Bonus von bis zu 50.000 Euro erhalten. Außerdem ist der Wechsel in eine aktive Transfergesellschaft für bis zu einem Jahr möglich. Für Beschäftigte über 55 Jahren wird es eine sogenannte Rentenbrücke geben. Beuster: „Das alles ändert aber nichts daran, dass einmal gestrichene Redaktionsjobs die Medienstandorte massiv abwerten.“

Bei Rückfragen: Hendrik Zörner

Tel. 030/72 62 79 20, djv@djv.de

Privater Rundfunk Qualität im Journalismus

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