DJV-Protest
Willkür gegen Reporter ohne Grenzen stoppen
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die sofortige Beendigung der Zwangsmaßnahmen gegen Reporter ohne Grenzen in Russland.
Der DJV reagiert damit auf Berichte, nach denen die renommierte Medienorganisation auf die Liste ausländischer Organisationen gesetzt wurde, die in Russland unerwünscht sind. Kontakte zu den so gebrandmarkten Institutionen werden mit Gefängnisstrafen geahndet. „Im Namen der rund 27.000 Mitglieder des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) protestiere ich auf das Schärfste gegen diese Zwangsmaßnahme gegen Reporter ohne Grenzen, für die jegliche nachvollziehbare Grundlage fehlt“, heißt es in einem Brief des DJV-Bundesvorsitzenden Mika Beuster an den russischen Botschafter in Berlin, Sergei Netschajew. Und weiter: „Die Organisation hat große Verdienste um die Pressefreiheit in aller Welt erworben und steht für kritischen und unabhängigen Journalismus. Für einen Journalismus, den es in Russland nicht mehr gibt, seit Ihr Präsident Wladimir Putin an der Spitze des Staates steht.“ Die Willkürmaßnahme stehe in völligem Gegensatz zu den Grundwerten der Vereinten Nationen, die von Russland als UN-Mitglied anerkannt wurden.
Der DJV-Vorsitzende erinnert in dem Zusammenhang an die zahlreichen verfolgten Medienschaffenden in Russland und an die ermordeten Journalistinnen und Journalisten wie etwa Anna Politkowskaja: „Die Presse- und Meinungsfreiheit ist unverzüglich wiederherzustellen.“ Alle inhaftierten Medienschaffenden seien auf freien Fuß zu setzen.
Bei Rückfragen: Hendrik Zörner