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Zukunft des Journalismus

Sicherheit vs. Freiheit

24.02.2014

Kathrin Konyen ist das jüngste Mitglied im Bundesvorstand des DJV. Konyen arbeitet als freie Journalistin, Moderatorin und Trainerin in Neu-Ulm. In ihrem Landesverband, dem DJV Baden-Württemberg, engagiert sie sich seit Jahren unter anderem im Fachausschuss Junge. Beim Nachdenken über die Zukunft von Journalismus stellt sich auch immer wieder die Frage: Wie wollen Journalisten und Journalistinnen künftig arbeiten? Die DJV-Zukunfts-AG hat zum Verbandstag 2013 unter anderem die These formuliert „Journalistinnen und Journalisten haben Freiräume“. Dahinter steckt die Vermutung, dass es gerade unserem Berufsstand besonders wichtig ist, über das Wann und das Wo der Arbeit selbst entscheiden zu können. Klar müssen in den Redaktionen auch Absprachen getroffen werden und zu bestimmten Zeiten ist die Präsenz im Büro gewiss unabdingbar. Doch ist es gerade im Journalismus oft überhaupt nicht nötig, vor Ort zu sein. Vielleicht entstehen im Café oder auf der heimischen Terrasse sogar die besseren Texte? Auch die Möglichkeit zu längeren Auszeiten scheint kaum wo näher zu liegen als im Journalismus: Während eines Sabbaticals über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, sich neu inspirieren zu lassen, kann der eigentlichen Arbeit nur gut tun. Freie Geister brauchen freie Räume, um qualitativ arbeiten zu können.Nun ergeben aber immer wieder Umfragen, dass das Thema Sicherheit oberste Priorität bei den Wünschen von Arbeitnehmern hat. Aktuell kam bei einer repräsentativen Toluna-Umfrage, die die Süddeutsche Zeitung (Ausgabe 15.02.14) zitiert, raus, dass es jungen Erwachsenen zwischen 18 und 34 Jahren „sehr wichtig“ ist, dass ihr Arbeitsplatz sicher ist. Gefragt wurden hier natürlich Menschen aus allen Berufssparten. Doch trifft der Wunsch nach Sicherheit in gleichem Ausmaß auch auf Journalisten und Journalistinnen zu? Ist hier die Bereitschaft etwa für ein spannendes Projekt auch ein gewisses berufliches Risiko einzugehen, nicht ungleich höher als in anderen Bereichen? Warum sonst entscheiden sich so viele Journalisten und Journalistinnen freiwillig für die Freiberuflichkeit?Für die Arbeit des DJV sind solche Fragestellungen natürlich elementar: Wo liegen die Bedürfnisse der Kollegen und Kolleginnen und wie kann der DJV sie bestmöglich unterstützen? Wahrscheinlich gibt es keine eindeutige Antwort, sondern es gibt sowohl Kollegen, denen geregelte Abläufe, feste Verträge und fixe Gehälter wichtig sind, und es gibt die freiheitsliebenden, die gerne selbstbestimmt arbeiten wollen.Der Autorin auf Twitter folgen...

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