Deutscher Journalisten-Verband Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten

Digitaler Journalismus

Hacker

Erst Funke, dann Madsack

27.04.2021

Der Madsack-Verlag wurde Opfer eines groß angelegten Hackerangriffs. Wie groß der Schaden ist, steht noch nicht fest. Jedenfalls sind Zeitungen und Online-Portale betroffen.

Im Lauf des heutigen Tages will Madsack öffentlich über den Hackerangriff informieren. Was genau geschah, ist noch nicht bekannt. Klar ist nur, dass mehrere Zeitungen des Konzerns nicht in gewohntem Umfang erscheinen konnten und dass auch die Digitalseiten betroffen sind.

Der Angriff erinnert an die Attacke auf die Funke-Mediengruppe Ende letzten Jahres. Damals waren die Auswirkungen verheerend, mussten Beschäftigte des Konzerns über Weihnachten die Schäden beseitigen. Erst allmählich konnten die Zeitungen und Online-Seiten von Funke wieder ihre gewohnten Umfänge publizieren.

Fragen drängen sich auf: Wer sind die Täter, die es offensichtlich auf große Verlage abgesehen haben? Was tun die Ermittlungsbehörden, um sie zu fassen? Was ist mit den Daten geschehen, an die die Täter gelangt sind? Und wie ist es um die Sicherheitsarchitektur großer deutscher Medienkonzerne bestellt, wenn so verheerende Angriffe überhaupt möglich waren?

Die Verlage kommen um Antworten nicht herum. Denn die Attacken richteten sich auch gegen die Produkte der Journalistinnen und Journalisten in den betroffenen Unternehmen.

Ein Kommentar von Hendrik Zörner

 

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