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12. März 2019
Europa

Durchbruch für Whistleblower

EU-Staaten und EU-Parlament haben sich in der Nacht auf einen besseren Schutz von Whistleblowern verständigt. Das ist ein Meilenstein für die Hinweisgeber und den Journalismus.

Whistleblower. Foto: Your Photo Today

Spätestens mit der Aufdeckung der NSA-Spitzeleien durch Edward Snowden rückte auch in den europäischen Staaten das Thema Whistleblowerschutz auf die politische Agenda. Zusätzlich angefeuert wurde die Debatte durch die Aufdeckung der milliardenschweren Geldverschiebungen in Steueroasen, über die zahlreiche Medien unter dem Titel "Panama Papers" berichteten.

 

Die Insider, die Journalisten Tipps und Infos geben, sind in den meisten Staaten schlecht bis gar nicht geschützt. Wenn ihre Anonymität zerstört wird, sind Kriminalisierung und Strafverfolgung vielerorts die Folgen. Dass das nicht so bleiben darf, fordern Journalisten schon lange. In Europa wurde dann an einer Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern gebastelt. In der letzten Nacht fanden die EU-Staaten und Vertreter des Europaparlaments schließlich eine Einigung: Whistleblower können künftig die Kanäle auswählen, die sie zur Aufdeckung von Missständen nutzen wollen. Sie müssen nicht mehr ausschließlich auf ihr Unternehmen oder ihre Behörde zugehen, sondern können sich zum Beispiel an Journalisten wenden.

 

Ein Sieg für den Schutz der Tippgeber und für die Pressefreiheit! Jetzt zählt die Umsetzung der Richtlinie auf der nationalen Ebene.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner


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