Deutscher Journalisten-verbandGewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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13. September 2017
ddvg

Medienholding contra SPD-Programm

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die SPD auf, zentrale Aussagen ihres Parteiprogramms bei ihren wirtschaftlichen Aktivitäten umzusetzen.

Der tarifpolitische Flickenteppich der Zeitungstitel, an denen die SPD-Medienholding ddvg beteiligt ist, konterkariert das Parteiprogramm der SPD. Dort heißt es wörtlich: „Wir wollen, dass die Löhne steigen und Tarifbindung wieder zum Normalfall wird.“ Die Zeitungen mit Tarifbindung sind jedoch im Medienportfolio der ddvg in der Minderheit. Teilweise wird die Tarifbindung unterlaufen, indem Neueinstellungen nur noch bei tariffreien Tochterunternehmen von Verlagen vorgenommen werden, wie etwa in Suhl. Die gleiche Geschäftspolitik verfolgt der Medienkonzern Madsack, an dem die ddvg 25,1 Prozent der Anteile hält, mit der Ostsee-Zeitung und nach Informationen des DJV demnächst auch mit den Lübecker und Kieler Nachrichten. Die niedersächsischen Madsack-Titel befinden sich bereits überwiegend außerhalb der Tarifbindung.

 

„Wer soziale Gerechtigkeit von anderen fordert, muss mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Indem die SPD-Tochter ddvg die Tarifflucht von Zeitungsverlagen mittrage, erschwere sie die gewerkschaftlichen Bemühungen um gleichwertige tarifliche Standards für die Journalistinnen und Journalisten. Es sei überfällig, dass die SPD-Medienholding ihre Anteile an deutschen Verlagen zum Wohl der Beschäftigten und nicht nur der Parteikasse einsetze.

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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