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24. Mai 2019
Relotius

"Spiegel"-Bericht ist Pflichtlektüre

Der „Spiegel“ hat heute den Abschlussbericht seiner Untersuchungskommission zum Fall Claas Relotius vorgestellt.

Hierzu erklärte Frank Überall, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands: „Eine Bewertung von außen stützt sich immer auf ein unvoll-ständiges Bild. Dennoch spricht sehr viel dafür, dass die Affäre vom „Spiegel“ mit der gebotenen Gründlichkeit und Ernsthaftigkeit aufgearbeitet wurde.“ Strukturelle Probleme und auch die Fehler einzelner Kollegen seien klar benannt worden. „Diese Transparenz ist schmerzhaft, spricht aber für die Aufrichtigkeit im Bemühen, das Vertrauen der Leserinnen und Leser wiederherzustellen.“

 

Ferner erklärte Überall: „Der Abschlussbericht des „Spiegel“ sollte in jedem Fall Pflichtlektüre für alle Redaktionen in Deutschland sein, weil er Fallen aufzeigt, über die auch andere Medien stolpern können.“ Dies betreffe etwa den Umgang mit Kritik von innen wie außen oder die Versuchung, Recherchen vom erhofften Ergebnis her zu planen. Die von der Untersuchungskommission erarbeiteten Veränderungsvorschläge schätzte Überall positiv ein. „Journalistische Standards müssen immer wieder neu diskutiert, nachgeschärft und mit Leben gefüllt werden. Der „Spiegel“ nimmt sich hier viel vor.“

 

 

 

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Sebastian Huld 

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13


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