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14. Januar 2015
Spiegel

Ruhiges Fahrwasser

Klaus Brinkbäumer ist jetzt hoch offiziell zum Chefredakteur des Spiegel ernannt worden. Ende der Turbulenzen?

Um personelle Reibereien in der Chefetage des Spiegel war es in den letzten Wochen ruhig geworden. Nach monatelangen, quälenden Diskussionen hatte es schließlich einen Schnitt gegeben: Klaus Brinkbäumer folgte auf Wolfgang Büchner, der keinen Rückhalt mehr hatte. Seitdem macht der Spiegel weiter Schlagzeilen, aber mit anderen Themen: zum Beispiel mit einer beeindruckenden Anzeigenkampagne, die die Reporter des Spiegel und die Gefahren, unter denen sie mancherorts arbeiten, in den Mittelpunkt rückt.

 

Am 13. Januar gab der Spiegel-Verlag die Veränderungen an der Redaktionsspitze offiziell bekannt. Brinkbäumer ist demnach Chefredakteur des Spiegel und Herausgeber von Spiegel online, Florian Harms leitet die Redaktion der Online-Ausgabe. Eine Doppelspitze also mit Trend zur Alleinherrschaft des Print-Chefs. Das kann schief gehen, muss aber nicht. Wenn es Brinkbäumer gelingt, den Graben zwischen Print und Online zuzuschütten, der unter Büchner aufgerissen war, kann der Spiegel seinen Kurs in Richtung ruhiges Fahrwasser fortsetzen. Andernfalls ist der nächste Knatsch nur eine Frage der Zeit.

 

Hendrik Zörner


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