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Verfassungsschutz

Jetzt wird es richtig eng für die taz

15.07.2020

Für die taz kommt es gerade knüppeldick: Erst die verunglückte Kolumnensatire über die Polizei und jetzt auch noch Linksextremismus-Vorwürfe. Viel Feind, viel Ehr.

Hans Georg Maaßen: links = Extremismus = Verfassungsfeindschaft. Foto: Bundesamt für Verfassungsschutz

Hans-Georg Maaßen, gescheiterter Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz und aktiver Rechtsaußen-Wirrkopf in der Nähe der Werte Union, könnte der Verfasser des Offenen Briefs zur taz gewesen sein, der gerade die Runde macht. Unterzeichnet hat er ihn jedoch nicht.

In dem Pamphlet der Werte Union wird der taz Linksextremismus vorgeworfen und Maaßens Nachfolger aufgefordert, das Blatt unter Beobachtung zu stellen. Warum eigentlich, steht das Ergebnis für die Verfasser des Schreibens bereits fest: "Die ,taz' erfüllt Kriterien für die Einstufung als linksextremistische Bestrebung." Denn: "Neben einer inhaltlichen bzw. qualitativen Verschärfung der Positionen ist auch eine quantitative Verfestigung der geistigen Brandstiftung bei der ,taz' festzustellen." Daraus folgt für die Briefschreiber: "Wir fordern Sie und Ihre Behörde deshalb auf, die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten. An der stetig steigenden Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte – wie unlängst bei den Ausschreitungen in Stuttgart – hat die ,taz' einen ideologischen Anteil. Sie ist daher als linksextremistische Bestrebung einzustufen."

Wenn es nicht so lächerlich wäre, könnte man nur den Kopf schütteln über so viel Anmaßung von sehr konservativen Menschen, für die alles links der SPD schlimmster Extremismus ist. Liebe taz-Kolleg*innen, bei soviel Satire aus dem Maaßen-Dunstkreis braucht ihr keine eigene mehr zu schreiben.

 

Ein Kommentar von Hendrik Zörner

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