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News für Freie

12. Dezember 2012
Journalismus-Crowdfunding

Story in der Schublade?

Guter Journalismus ist meist rechercheintensiv und kostet. Angesichts der andauernden Schreckensmeldungen aus der Zeitungsbranche will auch die Diskussion über alternative Finanzierungs- und Erlösmodelle seit Wochen nicht abebben. Per se kein schlechter Startzeitpunkt für eine  der ersten deutschen Crowdfunding-Plattformen, die sich ausschließlich der Finanzierung journalistischer Projekte verschrieben hat. Der offizielle Launch von krautreporter.org ist auf Anfang 2013 angesetzt, Blog und Facebook-Auftritt stehen bereits.  


Dass Großbritannien und die USA im Journalismus-Crowdfunding mal wieder weiter sind, überrascht niemanden. So können auf kickstarter, dem bekanntesten spartenübergreifenden Crowdfunding-Portal, auch Projekte nahezu aller journalistischer Genres unterstützt werden, viele davon sind überfinanziert. Empfehlungen, wie journalistische Projekte auf Kickstarter erfolgreich lanciert und zum Abschluss gebracht werden können, hat das Niemann Journalism Lab zusammengefasst.

Zudem gibt es im englischsprachigen Raum zunehmend auch Sparten-Crowdfunding, etwa für Lokal- oder Bildjournalisten.
   

Ein deutsches Vorzeigeprojekt lieferte gerade SZ-Redakteur und Suhrkamp-Autor Dirk von Gehlen: Über Startnext.de schaffte er es in fünf Tagen, sein neues Buch mit der Zielmarke von 5.000 Euro zu finanzieren und konnte sein Budget sogar verdoppeln. Der "Unterstützer-Schwarm" erhält dafür zusätzlich zum Buch noch eine Audio-Version. In seinem Blog befasst sich von Gehlen mit dem seinerseits nicht geplanten „Aufmerksamkeitsschub fürs Crowdfunding“ und befragte hierfür auch krautreporter-Gründer Sebastian Esser zu den Ursachen des aktuellen Hypes, der Mechanik seiner neuen Plattform und den Erfolgsfaktoren für die Storyfinanzierung.  


Ein Lösungsmodell für die Zeitungskrise oder eine Antwort auf übergeordnete journalistische Zukunftsfragen ist das Crowdfundig sicher nicht. Aber eine Chance, für Journalisten, die nicht marktkonforme "Geschichten in der Schublade" liegen haben und ihre Unabhängigkeit wahren wollen. Angenehmer Nebeneffekt ist das Erschließen eines mitunter völlig neuen Zielpublikums.


Anna-Maria Wagner


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